Hap­py New Year! Ich hof­fe ihr hat­tet alle einen guten Start ins neue Jahr 2019. Ich bin jetzt schon über ein hal­bes Jahr bei netspirits und habe in den ver­gan­ge­nen Mona­ten vie­le Berei­che der bezahl­ten Online-Wer­bung in der SEA-Abtei­lung ken­nen­ge­lernt. Wenn ich das ver­gan­ge­ne Jahr Revue pas­sie­ren las­se, fällt mir eines beson­ders auf, näm­lich wie vie­le Updates und Neu­hei­ten es nahe­zu alle paar Wochen bei Goog­le gab. Beson­ders durch die Erstel­lung des inter­nen News­let­ters über die neus­ten Online-Mar­ke­ting-News alle zwei Wochen (das ist eine mei­ne Dau­er­auf­ga­ben), aber auch die Zusam­men­fas­sung der Goog­le Han­gout Updates, ist mir in letz­ter Zeit noch­mal bewusst gewor­den, wie schnell sich das Goog­le-Uni­ver­sum ver­än­dert und wei­ter­ent­wi­ckelt. Aus die­sem Grund neh­me ich das neue Jahr zum Anlass, für euch die größ­ten und wich­tigs­ten Neu­hei­ten und Pro­duktak­tua­li­sie­run­gen der Goog­le-Welt, die ich im Jahr 2018 mit­er­lebt habe, zusam­men­zu­fas­sen.

Goog­le Updates im Jahr 2018

1. Gro­ßer Reb­rand: Goog­le AdWords wur­de zu Goog­le Ads

Die wohl größ­te Ände­rung im Jahr 2018 war das gro­ße Reb­ran­ding von Goog­le AdWords zu Goog­le Ads. Dabei wur­de der Name, das Logo und die URL kom­plett umge­stellt.

Rebranding Google AdWords zu Google Ads

2. Das alte, bekann­te und gelieb­te AdWords Inter­face steht nicht mehr zur Ver­fü­gung

Mit­te 2018 wur­de die alte AdWords-Ober­flä­che end­gül­tig abge­schal­tet. Da ich erst kurz davor bei netspirits ange­fan­gen habe, habe ich direkt aus­schließ­lich mit der neu­en Ober­flä­che gear­bei­tet und kann euch nicht per­sön­lich von Unter­schie­den oder Vor- und Nach­tei­len der neu­en gegen­über der alten Ober­flä­che berich­ten. Im Okto­ber wur­den in der Ober­flä­che noch ver­ti­ka­le Lini­en zwi­schen den Spal­ten ein­ge­fügt, die einem eine bes­se­re Über­sicht über die ver­schie­de­nen Spal­ten gehen und das feh­ler­lo­se Arbei­ten, beson­ders bei einer hohen Spal­ten­an­zahl, ver­ein­fa­chen.

3. Aus­wei­tung der erwei­ter­ten Text­an­zei­gen

Die Text­an­zei­gen der Goog­le-Such­kam­pa­gnen beka­men mehr Zei­chen und Platz. Ab jetzt besteht die Mög­lich­keit drei Head­lines mit je 30 Zei­chen und zwei Beschrei­bun­gen mit je 90 Zei­chen bei einer Anzei­ge zu ver­wen­den. Die Ver­wen­dung der 3. Head­line und der 2. Beschrei­bung ist dabei optio­nal und je nach der Zei­chen­an­zahl in den Ele­men­ten, wer­den sie auch nicht immer mit aus­ge­spielt.

Die neuen erweiterten Textanzeigen bieten mehr Platz

4. Ände­rung der mobi­len Aus­spie­lung von Dis­play-Anzei­gen

Goog­le hat die Mög­lich­keit abge­schafft, Dis­play-Anzei­gen mobil und in Apps voll­stän­dig aus­zu­schlie­ßen. Dadurch soll die nach wie vor wach­sen­de Nut­zer­ba­sis auf mobi­len End­ge­rä­ten bes­ser erreicht wer­den und die Anzahl der Web­sei­ten-Zugrif­fe über mobi­le Dis­play-Anzei­gen anstei­gen.

5. Match Type “genau pas­send“ ist gar nicht mehr so genau pas­send

Der Match Type “exact match“ (genau pas­send) deck­te bereits Sin­gu­lar- und Plu­ral­for­men, Falsch­schreib­wei­sen oder zum Bei­spiel Abkür­zun­gen der Such­an­fra­gen ab. Doch durch ein wei­te­res Update im Jahr 2018 wird die Aus­lie­fe­rung des ein­ge­buch­ten Key­words im “exact match“ auch bei Ergän­zun­gen und Kür­zun­gen der Füll­wör­ter und sogar beim Ver­tau­schen der Rei­hen­fol­ge der Wör­ter noch mög­lich. Dadurch wird auch das “exact match“ immer unge­nau­er und die Aus­spie­lung der Anzei­ge unkon­trol­lier­ba­rer.

Neu­hei­ten im Jahr 2018

1. Neu­es Anzei­gen­for­mat: Respon­si­ve Such­an­zei­gen

Respon­si­ve Such­an­zei­gen sind ein auto­ma­ti­sier­tes Anzei­gen­for­mat für Such­kam­pa­gnen. Dabei hat man die Mög­lich­keit bis zu 15 Head­lines und vier Beschrei­bun­gen der Anzei­ge hin­zu­zu­fü­gen. Bei der Anzei­gen­aus­lie­fe­rung tes­tet Goog­le ver­schie­de­ne Kom­bi­na­tio­nen der Über­schrif­ten mit den Beschrei­bun­gen und spielt die geeig­nets­te Anzei­ge für den Nut­zer zum rich­ti­gen Zeit­punkt aus. Mit einer Pinn-Funk­ti­on kann man bestimm­te Ele­men­te der Anzei­ge fixie­ren und damit fest­le­gen, dass die­se Über­schrift oder Beschrei­bung immer ein Teil der aus­ge­lie­fer­ten Anzei­ge sein wird. Lei­der ist aber kei­ne Leis­tungs­aus­wer­tung der ein­zel­nen Kom­bi­na­tio­nen mög­lich.

2. Auto­ma­ti­sche Anzei­gener­wei­te­run­gen

Mit auto­ma­ti­schen Anzei­gener­wei­te­run­gen wer­den die Such­an­zei­gen durch zusätz­li­che Infor­ma­tio­nen ergänzt, wodurch sich die Wir­kung und Leis­tung der Anzei­ge stei­gern lässt. Die auto­ma­ti­sche Erwei­te­rung wird von Goog­le Ads pas­send zur Anzei­ge erstellt. Dabei haben sie das­sel­be For­mat wie manu­ell erstell­te Anzei­gener­wei­te­run­gen vom Wer­be­trei­ben­den. Anstel­le von auto­ma­ti­schen Erwei­te­run­gen wer­den manu­ell erstell­te Erwei­te­run­gen aus­ge­lie­fert, wenn die­se für die Anzei­ge und den Nut­zer rele­vant und pas­send sind. Die auto­ma­ti­schen Erwei­te­run­gen sind für fast alle Arten der Anzei­gener­wei­te­run­gen mög­lich.

3. Anzei­gen­stär­ke wird ange­zeigt

Beim Erstel­len einer neu­en Text­an­zei­ge oder respon­si­ven Such­an­zei­gen, wird dem Wer­be­trei­ben­den ange­zeigt wie rele­vant und geeig­net die Anzei­ge für die Nut­zer ist. Dabei wer­den dem Wer­be­trei­ben­den auch Tipps gege­ben, wie die Stär­ke der Anzei­ge ver­bes­sert wer­den kann.

4. Smart Shop­ping-Kam­pa­gnen

Bei smar­ten Shop­ping-Kam­pa­gnen wird der bestehen­de Pro­dukt-Feed und unse­re Head­lines und Beschrei­bun­gen mit dem maschi­nel­len Ler­nen von Goog­le kom­bi­niert. Goog­le tes­tet ver­schie­de­ne Kom­bi­na­tio­nen aus den zur Ver­fü­gung gestell­ten Tex­ten und Bil­dern und stellt indi­vi­du­el­le Shop­ping-Anzei­gen aus dem Pro­dukt­feed zusam­men. Die dar­aus resul­tie­ren­den rele­van­tes­ten Anzei­gen wer­den dann in den ver­schie­de­nen Goog­le-Wer­be­netz­wer­ken aus­ge­lie­fert.

5. Sen­kung der Kos­ten für Goog­le Shop­ping durch CSS

Da Goog­le im Jahr 2017 abge­straft wur­de, stellt es Goog­le Shop­ping jetzt auch für zer­ti­fi­zier­te Preis­ver­gleichs­por­ta­le (CSS-Anbie­ter) zur Ver­fü­gung. Las­sen Wer­be­trei­ben­de ihre Pro­duk­te jetzt über eines der Preis­ver­gleichs­por­ta­le bei Goog­le Shop­ping ein­spie­len, kann man sei­ne CPC-Gebo­te theo­re­tisch um bis zu 20 Pro­zent sen­ken.

Günstigere Google-Shopping-Anzeigen

Mein Fazit

Durch die­se gan­zen Updates und neu­en Wer­be­mög­lich­kei­ten wird deut­lich, Goog­le möch­te es für Wer­be­trei­ben­de ein­fa­cher machen, Anzei­gen zu schal­ten und mit die­sen Anzei­gen auch erfolg­reich zu sein. Gene­rell wird der Fokus von Goog­le immer mehr auf bezahl­te Such­an­zei­gen gelegt, da die­se durch eini­ge der Updates mehr Platz und Mög­lich­kei­ten gegen­über den orga­ni­schen Such­ergeb­nis­sen erhal­ten. Dabei wer­den auch immer mehr Funk­tio­nen von Goog­le auto­ma­ti­siert und mit dem maschi­nel­len Ler­nen von Goog­le ver­knüpft.

Ich fin­de es echt über­wäl­ti­gend, mit wel­chem Tem­po Goog­le neue Pro­duk­te anbie­tet, aber auch wie schnell es das bestehen­de Ange­bot durch Updates ändert und ver­bes­sert. Wenn man wirk­lich aktiv und erfolg­reich in die­sem Bereich arbei­ten möch­te, muss man sich also immer über die neus­ten Updates und Ände­run­gen infor­mie­ren, um auf dem neus­ten Stand zu blei­ben und gute Arbeit leis­ten zu kön­nen.

Ich bin jetzt schon gespannt, mit wel­chen neu­en Pro­duk­ten und Updates, Goog­le die Online-Mar­ke­ting-Welt im Jahr 2019 scho­cken und vor­an­trei­ben wird. Ich wer­de euch auf jeden Fall davon berich­ten.

Bis zum nächs­ten Mal, wenn ich euch ein wei­te­res span­nen­des SEA-The­ma erklä­re.