Wo künst­li­che Intel­li­genz (KI) im Social-Media-Mar­ke­ting hilf­reich ist und wo nicht

Das biss­chen Social Media mache ich doch neben­bei, vor allem mit KI.“

Die­se Aus­sa­ge hört man inzwi­schen immer häu­fi­ger. Schließ­lich gibt es mitt­ler­wei­le für nahe­zu jede Auf­ga­be ein pas­sen­des KI-Tool. Tex­te schrei­ben, Bil­der erstel­len, Vide­os schnei­den oder Con­tent-Ideen ent­wi­ckeln, vie­le Auf­ga­ben las­sen sich heu­te in weni­gen Minu­ten vor­be­rei­ten, struk­tu­rie­ren oder als ers­ten Ent­wurf umset­zen. Dadurch ent­steht schnell der Ein­druck, Social-Media-Mar­ke­ting sei vor allem eine Fra­ge der rich­ti­gen Tools. Ein paar Prompts ein­ge­ben, Inhal­te erstel­len las­sen, ver­öf­fent­li­chen und fertig.

Die Rea­li­tät sieht jedoch anders aus.

Denn selbst im orga­ni­schen, also unbe­zahl­ten Social-Media-Mar­ke­ting, gehört deut­lich mehr dazu als die rei­ne Pro­duk­ti­on von Inhal­ten. Erfolg­rei­che Social-Media-Arbeit beginnt lan­ge vor (und endet lan­ge nach) dem eigent­li­chen Post. Sie umfasst stra­te­gi­sche Pla­nung, Ziel­grup­pen­ver­ständ­nis, Ideen­ent­wick­lung, Con­tent-Erstel­lung, Com­mu­ni­ty Manage­ment, Trend­be­ob­ach­tung und die kon­ti­nu­ier­li­che Ana­ly­se von Ergeb­nis­sen. Gleich­zei­tig lässt sich nicht leug­nen, dass künst­li­che Intel­li­genz die Arbeit von Social-Media-Teams bereits heu­te ver­än­dert. Vie­le Auf­ga­ben las­sen sich schnel­ler erle­di­gen, Pro­zes­se wer­den effi­zi­en­ter und neue Mög­lich­kei­ten ent­ste­hen. Unter­neh­men, die sich mit den Poten­zia­len von KI aus­ein­an­der­set­zen, kön­nen davon erheb­lich profitieren.

Die ent­schei­den­de Fra­ge lau­tet des­halb nicht, ob KI im Social-Media-Mar­ke­ting ein­ge­setzt wer­den soll­te, son­dern wie.

KI kann Inhal­te erstel­len, Ideen und Vor­schlä­ge lie­fern und Daten ana­ly­sie­ren. Was sie nicht kann, ist Men­schen ver­ste­hen. Sie kennt kei­ne Ziel­grup­pen, erkennt kei­ne Emo­tio­nen und ver­steht kei­ne Mar­ken­wer­te. Statt­des­sen arbei­tet sie mit Mus­tern und Wahr­schein­lich­kei­ten. Genau dar­in lie­gen sowohl ihre größ­ten Stär­ken als auch ihre größ­ten Schwächen.

In die­sem Arti­kel zei­gen wir dir, wo KI im Social-Media-Mar­ke­ting tat­säch­lich Mehr­wert schafft, wo ihre Gren­zen lie­gen und war­um mensch­li­che Erfah­rung, Krea­ti­vi­tät und stra­te­gi­sches Den­ken trotz aller tech­no­lo­gi­schen Fort­schrit­te wei­ter­hin ent­schei­dend bleiben.

Das Wich­tigs­te auf einen Blick:

KI kann Social-Media-Teams bei der Ideen­fin­dung, Con­tent-Erstel­lung, Ana­ly­se und Auto­ma­ti­sie­rung von Pro­zes­sen unter­stüt­zen.
Die Qua­li­tät der Ergeb­nis­se hängt maß­geb­lich von den Ein­ga­ben, der Nach­be­ar­bei­tung und dem stra­te­gi­schen Ver­ständ­nis der Ziel­grup­pe ab.
Künst­li­che Intel­li­genz arbei­tet mit Mus­tern und Wahr­schein­lich­kei­ten. Sie erkennt Zusam­men­hän­ge, ver­steht jedoch kei­ne Ziel­grup­pen, Emo­tio­nen oder Kom­mu­ni­ka­ti­ons­zie­le.
Beson­ders beim Com­mu­ni­ty Manage­ment, krea­ti­ven Ent­schei­dun­gen und der stra­te­gi­schen Ein­ord­nung von Ergeb­nis­sen bleibt mensch­li­che Exper­ti­se unver­zicht­bar.
Mit der zuneh­men­den Ver­brei­tung von KI gewin­nen Authen­ti­zi­tät, Glaub­wür­dig­keit und ech­te Ein­bli­cke wei­ter an Bedeutung.
KI ersetzt Social-Media-Mar­ke­ting nicht, son­dern ver­än­dert die Art und Wei­se, wie wir arbei­ten.
Inhal­te
War­um KI im Social-Media-Mar­ke­ting immer wich­ti­ger wird
Die­se KI-Tools unter­stüt­zen dein Social-Media-Management
Prak­ti­sche Anwen­dungs­bei­spie­le aus dem Social-Media-Alltag

War­um KI im Social-Media-Mar­ke­ting immer wich­ti­ger wird

KI spielt für Social-Media-Mar­keter schon län­ger eine Rol­le, als vie­le ver­mu­ten. Platt­for­men wie Insta­gram, Tik­Tok, Face­book oder Lin­ke­dIn set­zen seit Jah­ren KI-Sys­te­me ein, um Inhal­te aus­zu­spie­len, Inter­es­sen zu erken­nen und per­so­na­li­sier­te Feeds zusammenzustellen. 

Seit Ende 2022 hat sich die Rol­le von KI jedoch deut­lich ver­än­dert. Wäh­rend sie zuvor haupt­säch­lich im Hin­ter­grund gear­bei­tet hat, steht sie heu­te vie­len Men­schen direkt als Werk­zeug zur Ver­fü­gung. Inner­halb weni­ger Sekun­den las­sen sich Tex­te schrei­ben, Ideen ent­wi­ckeln, Bil­der erstel­len oder Daten auswerten.

Dadurch ver­än­dert sich nicht nur die Geschwin­dig­keit, mit der Inhal­te pro­du­ziert wer­den kön­nen, son­dern auch die Arbeits­wei­se im Social-Media-Mar­ke­ting. Auf­ga­ben, die frü­her viel Zeit in Anspruch genom­men haben, las­sen sich heu­te teil­wei­se auto­ma­ti­sie­ren oder deut­lich beschleunigen.

Gleich­zei­tig ent­steht eine neue Her­aus­for­de­rung. Wenn immer mehr Unter­neh­men auf die­sel­ben Tools zugrei­fen kön­nen, wird die rei­ne Con­tent-Pro­duk­ti­on zuneh­mend aus­tausch­bar. Der Wett­be­werbs­vor­teil liegt dann nicht mehr dar­in, mög­lichst vie­le Inhal­te zu erstel­len, son­dern dar­in, die rich­ti­gen Inhal­te für die rich­ti­ge Ziel­grup­pe zu entwickeln.

Genau des­halb wer­den stra­te­gi­sches Den­ken, Ziel­grup­pen­ver­ständ­nis und krea­ti­ve Ent­schei­dun­gen trotz KI immer wich­ti­ger. Die Tech­no­lo­gie kann vie­le Auf­ga­ben unter­stüt­zen. Wel­che Inhal­te jedoch wirk­lich rele­vant sind und war­um sie funk­tio­nie­ren, muss wei­ter­hin von Men­schen ein­ge­ord­net werden.

Wo KI im Social-Media-Mar­ke­ting ein­ge­setzt wird

Die Ein­satz­mög­lich­kei­ten von KI im Social-Media-Mar­ke­ting sind inzwi­schen viel­fäl­tig. Von der Ideen­fin­dung über die Con­tent-Erstel­lung bis hin zur Ana­ly­se von Kam­pa­gnen kann sie in nahe­zu jeder Pha­se des Arbeits­pro­zes­ses unter­stüt­zen. Vie­le Auf­ga­ben las­sen sich dadurch schnel­ler und effi­zi­en­ter erledigen.

Dabei wird KI häu­fig als All­round-Lösung dar­ge­stellt, die kom­plet­te Pro­zes­se auto­ma­ti­siert. In der Pra­xis zeigt sich jedoch ein dif­fe­ren­zier­te­res Bild. Wäh­rend KI beson­ders stark dar­in ist, gro­ße Daten­men­gen zu ver­ar­bei­ten, Mus­ter zu erken­nen und ers­te Ent­wür­fe zu erstel­len, stößt sie dort an Gren­zen, wo Krea­ti­vi­tät, Kon­text­ver­ständ­nis oder zwi­schen­mensch­li­che Kom­mu­ni­ka­ti­on gefragt sind.

Genau des­halb lohnt es sich, die ein­zel­nen Ein­satz­be­rei­che genau­er zu betrach­ten. Im Fol­gen­den schau­en wir uns an, wo KI im Social-Media-All­tag tat­säch­lich Mehr­wert schafft und wel­che Auf­ga­ben wei­ter­hin mensch­li­che Exper­ti­se erfordern.

1 . The­men­re­cher­che & Content-Ideen

KI kann dabei hel­fen, neue The­men, Ideen, Con­tent-For­ma­te oder ers­te Ansät­ze für einen Redak­ti­ons­plan zu entwickeln.

Pro

KI lie­fert schnell vie­le The­men- und For­matideen, unter­stützt die Ideen­fin­dung und spart Zeit bei der Recher­che und Redaktionsplanung.

Con­tra

KI lie­fert oft nur bewähr­te Kon­zep­te wie Tipps, FAQs oder Ein­bli­cke hin­ter die Kulis­sen, statt aktu­el­le Trends zu erken­nen. Sie dient daher eher als Ideen­ge­ber, ersetzt aber nicht die krea­ti­ve mensch­li­che Weiterentwicklung.

2 . Texterstellung

Auch bei der Tex­terstel­lung kann künst­li­che Intel­li­genz unter­stüt­zen. Ob Cap­ti­ons, Post-Ent­wür­fe, Skrip­te für Reels oder Hash­tag-Ideen vie­le Inhal­te las­sen sich inner­halb weni­ger Sekun­den erstellen.

Pro

Die größ­te Stär­ke der KI liegt in der Geschwin­dig­keit: KI kann ers­te Ent­wür­fe lie­fern, Schreib­blo­cka­den über­win­den und ver­schie­de­ne For­mu­lie­rungs­an­sät­ze aufzeigen.

Con­tra

Gleich­zei­tig ori­en­tiert sie sich an bestehen­den Mus­tern. Dadurch ent­ste­hen häu­fig Tex­te, die sprach­lich kor­rekt sind, aber wenig Per­sön­lich­keit besit­zen und oft ähn­lich klingen.

3. Bild­ge­ne­rie­rung & Design

Im Bereich Bild­ge­ne­rie­rung und Design hat sich in den ver­gan­ge­nen Jah­ren viel getan. KI kann Bil­der erstel­len, bestehen­de Moti­ve bear­bei­ten oder bei der Gestal­tung von Social-Media-Gra­fi­ken unterstützen.

Pro

Gera­de für ers­te Ent­wür­fe oder krea­ti­ve Inspi­ra­tio­nen kann der Ein­satz von KI eine erheb­li­che Zeit­er­spar­nis bedeuten.

Con­tra

Die Ergeb­nis­se sind nicht immer zuver­läs­sig. Bil­der kön­nen Feh­ler ent­hal­ten, wie unna­tür­lich wir­ken­de Per­so­nen, feh­ler­haf­te Details oder schwer les­ba­re bezie­hungs­wei­se ver­frem­de­te Text­ele­men­te. Daher ist oft eine Nach­be­ar­bei­tung nötig. Dazu kommt, dass die recht­li­chen Fra­gen, bei­spiels­wei­se zum Urhe­ber­recht, nicht immer ein­deu­tig geklärt sind.

4 . Videoer­stel­lung & -bearbeitung

In der Welt der Erstel­lung und Bear­bei­tung von Vide­os kom­men zuneh­mend KI-gestütz­te Tools zum Ein­satz. Din­ge wie Unter­ti­tel gene­rie­ren, Vide­os auto­ma­tisch schnei­den oder län­ge­re Inhal­te in kur­ze Clips für Reels, Tik­Tok oder You­Tube Shorts umwan­deln sind mitt­ler­wei­le leich­ter geworden. 

Pro

So las­sen sich vie­le zeit­auf­wen­di­ge – und läs­ti­ge – Arbeits­schrit­te auto­ma­ti­sie­ren und Inhal­te effi­zi­en­ter wei­ter­ver­ar­bei­ten

Con­tra

Trotz der tech­ni­schen Unter­stüt­zung bleibt auch hier die krea­ti­ve Idee oder das zen­tra­le Kon­zept ent­schei­dend

5 . Ana­ly­se & Reporting

Die Ana­ly­se von Social-Media-Daten gehört zu den Berei­chen, in denen KI beson­ders gro­ße Stär­ken zeigt. 

Pro

Gro­ße Daten­men­gen kön­nen inner­halb kur­zer Zeit aus­ge­wer­tet und Mus­ter erkannt wer­den, die manu­ell oft nur schwer sicht­bar wären. So kann KI bei­spiels­wei­se erken­nen, wel­che Arten von Inhal­ten beson­ders viel Reich­wei­te oder Inter­ak­tio­nen erzielt haben und wel­che The­men bei der Ziel­grup­pe gut ankommen.

Con­tra

Daten allein lie­fern jedoch noch kei­ne Erkennt­nis­se. Sie zei­gen, was pas­siert ist, erklä­ren aber nicht auto­ma­tisch, war­um es pas­siert ist oder wel­che Schlüs­se dar­aus gezo­gen wer­den soll­ten. Genau des­halb bleibt die Ein­ord­nung der Ergeb­nis­se ein wich­ti­ger Bestand­teil erfolg­rei­cher Social-Media-Arbeit. Denn die KI wird nie­mals den voll umfas­sen­den Blick über alle Berei­che, Sai­so­na­li­tä­ten etc. bekom­men die ent­schei­dend für die Per­for­mance sein können. 

6. Com­mu­ni­ty Management

Im Com­mu­ni­ty Manage­ment kann KI unter­stüt­zend ein­ge­setzt werden. 

Pro

Chat­bots oder KI-gestütz­te Tools kön­nen bei­spiels­wei­se häu­fig gestell­te Fra­gen auto­ma­tisch beant­wor­ten oder ers­te Anfra­gen von Nut­zen­den vor­sor­tie­ren. Das kann beson­ders bei hohem Nach­rich­ten­auf­kom­men zur Ent­las­tung von Social-Media -Teams im All­tag beitragen.

Con­tra

Per­sön­li­cher Aus­tausch bleibt im Com­mu­ni­ty Manage­ment ent­schei­dend. Er stärkt die Kun­den­bin­dung und lie­fert wert­vol­le Ein­bli­cke in Wün­sche, Kri­tik und neue The­men der Ziel­grup­pe. Auto­ma­ti­sier­te Ant­wor­ten wir­ken dage­gen häu­fig unper­sön­lich und kön­nen beson­ders bei Iro­nie oder sen­si­blen The­men zu Miss­ver­ständ­nis­sen, Ver­trau­ens­ver­lust oder Image-Scha­den führen.

Die­se KI-Tools unter­stüt­zen dein Social-Media-Management

Hier gibt es eine Über­sicht über KI-Tools zusam­men­ge­stellt, die wir selbst regel­mä­ßig nut­zen, um uns im Dai­ly Doing unterstützen.

Tabelle aller KI-Tools, die wir für unsere Daily Doings im Social-Media-Marketing nutzen

Prak­ti­sche Anwen­dungs­bei­spie­le aus dem Social-Media-Alltag

Prompts als Grund­la­ge für die Arbeit mit KI

Wenn KI im Social-Media-All­tag wirk­lich hilf­reich sein soll, kommt es vor allem auf die rich­ti­gen Prompts an. Ein Prompt ist die Anwei­sung oder Fra­ge, die du einer KI gibst. Je kla­rer du for­mu­lierst, des­to bes­ser sind in der Regel auch die Ergeb­nis­se. Du kannst damit zum Bei­spiel Con­tent-Ideen für eine bestimm­te Ziel­grup­pe ent­wi­ckeln, Cap­ti­ons schrei­ben oder Vor­schlä­ge für gan­ze Con­tent-Seri­en erstel­len. Mit etwas Übung las­sen sich so vie­le Auf­ga­ben im Social-Media-Mar­ke­ting effi­zi­en­ter umsetzen.

Rich­tig promp­ten will gelernt sein: Ein unkla­rer Prompt führt oft zu gene­ri­schen Ergeb­nis­sen, wäh­rend ein prä­zi­ser, detail­lier und klar for­mu­lier­ter Prompt deut­lich rele­van­te­ren Out­put liefert.

Grund­le­gen­de Prompt-Beispiele: 

Schrei­be eine Insta­gram-Cap­ti­on zum The­ma [The­ma aus­füh­ren]. Die Ziel­grup­pe ist [aus­füh­ren]. Der Ton soll locker und moti­vie­rend sein.“

Opti­mie­re fol­gen­den Social Media Post für FB. [Ein­fü­gen] Die Anspra­che soll locker aber infor­ma­tiv sein.“

Gebe mir 10 Hash­tag-Vor­schlä­ge für einen Insta­gram- Post zum The­ma [The­ma].“

Erstel­le mir eine Gra­fik in dem For­mat xy, + [sehr genaue Bild­be­schrei­bung]"

Prak­ti­sche Anwendungsbeispiele

Nut­zung der KI für die Texterstellung

Pro­bie­ren wir das gan­ze ein­mal aus. Erst­mal eine neu­tra­le Grund­la­ge ohne wirk­li­che Zielgruppendefinition.

Prompt für die Erstellung einer Instagram-Caption und KI-generierter Beispieltext für die Caption

Die vor­ge­schla­ge­ne Cap­ti­on ist schon mal eine gute Basis. Schnell ent­steht ein struk­tu­rier­tes Grund­ge­rüst, mit dem man direkt wei­ter­ar­bei­ten kann. Ein paar Stell­schrau­ben müs­sen aber über­ar­bei­tet wer­den. Zum Bei­spiel soll­ten die Hash­tags über­prüft und ange­passt wer­den. Hash­tags wie „#Früh­ling“ oder „#Gärt­nern“ sind sehr gene­risch und gehen schnell in der Mas­se unter. Auch die Gedan­ken­stri­che soll­ten ent­fer­nen wer­den, da es sich sonst schnell nach KI anhört. Glei­ches gilt für die Emojis.

Wie du siehst, ist die KI hier ein guter Aus­gangs­punkt. Ein­fa­ches Copy-Pas­te wür­de aber nicht zum bes­ten Ergeb­nis füh­ren. Genau hier zeigt sich der Unter­schied zwi­schen schnell erstellt und wirk­lich gut umge­setzt.

Fra­ge: Wie stark beein­flusst die Ziel­grup­pe die KI-Content-Erstellung?

Für eine älte­re Ziel­grup­pe (45–65 Jah­re) über­wie­gend weib­lich, Face­book als Platt­form, haben wir fol­gen­den Prompt ent­spre­chend angepasst.

 Textanweisung zur Erstellung einer Facebook-Caption mit Zielgruppenangabe und KI-Vorschlag für die Caption

Der von der KI gene­rier­te Text greift das The­ma Gar­ten grund­sätz­lich gut auf. Gleich­zei­tig bleibt er aber sehr all­ge­mein. Ins­ge­samt fehlt eine geziel­te­re Aus­rich­tung auf die Ziel­grup­pe. Der Text funk­tio­niert zwar, könn­te aber in ähn­li­cher Form auch für vie­le ande­re Alters­grup­pen ein­ge­setzt werden.

Inter­es­sant ist, dass die KI hier von einem Gar­ten aus­geht. Das wirkt auf den ers­ten Blick pas­send, basiert aber eher auf typi­schen Annah­men als auf einer kon­kre­ten Zielgruppenansprache.

Um den direk­ten Ver­gleich zie­hen zu kön­nen, haben wir auch eine jün­ge­re Ziel­grup­pe Anfang 20 und Insta­gram als Platt­form definiert:

Prompt zur Erstellung einer Caption für Instagram mit Zielgruppenangabe sowie KI-generierte Caption

Hier wirkt die Anspra­che deut­lich tref­fen­der. Der Ton ist locker, modern und ori­en­tiert sich stark an typi­schen Social-Media-For­mu­lie­run­gen. Das liegt dar­an, dass KI genau sol­che Mus­ter erkennt und repro­du­ziert. Gera­de für jün­ge­re Ziel­grup­pen gibt es kla­re Sprach-Codes, Aus­drü­cke und wie­der­keh­ren­de For­mu­lie­run­gen, die sich gut abbil­den lassen.

Wäh­rend das bei jün­ge­ren Ziel­grup­pen gut funk­tio­niert, wird es bei älte­ren deut­lich schwie­ri­ger. Die Anspra­che ist weni­ger stan­dar­di­siert, indi­vi­du­el­ler und stär­ker von Erfah­rung, Kon­text und Situa­ti­on geprägt. Genau das kann KI nur begrenzt abbilden.

KI trifft Ziel­grup­pen am bes­ten dort, wo Ver­hal­ten und Spra­che stark stan­dar­di­siert sind.

Ein gutes Bei­spiel dafür ist die Unter­schei­dung zwi­schen Gar­ten und Bal­kon. In der Cap­ti­on für die jün­ge­re Ziel­grup­pe wird auto­ma­tisch vom Bal­kon gespro­chen, basie­rend auf typi­schen Annah­men und Wahr­schein­lich­kei­ten. Das ist in die­sem Fall unpro­ble­ma­tisch. Es zeigt aber, wie KI arbei­tet. Den­noch kön­nen sol­che Annah­men in ande­ren Kon­tex­ten dazu füh­ren, dass Inhal­te unre­flek­tiert über­nom­men wer­den und bestimm­te Per­spek­ti­ven oder Per­so­nen­grup­pen sys­te­ma­tisch aus­ge­schlos­sen werden.

Das ist kein theo­re­ti­sches Pro­blem. Wenn sol­che Mus­ter unge­prüft über­nom­men wer­den, kann das rea­le Aus­wir­kun­gen haben, sowohl auf die Wahr­neh­mung dei­ner Mar­ke als auch auf die Men­schen, die sich in dei­nen Inhal­ten nicht wie­der­fin­den. Das macht deut­lich: KI kann Ziel­grup­pen berück­sich­ti­gen, aber sie ver­steht sie nicht wirk­lich. Für uns bleibt sie des­halb ein Tool, das uns eine gute Grund­la­ge lie­fert. Der ent­schei­den­de Schritt pas­siert danach. Inhal­te müs­sen ange­passt, geschärft und wirk­lich ziel­grup­pen­ge­recht aus­ge­ar­bei­tet werden. 

Des­halb ist es wich­tig, selbst sen­si­bi­li­siert zu sein und Inhal­te kri­tisch zu prü­fen. Denn was auf den ers­ten Blick harm­los wirkt, kann im grö­ße­ren Kon­text nega­ti­ve Aus­wir­kun­gen auf dich und dei­ne Mar­ke haben.

Nut­zung der KI für die Erstel­lung von Grafiken 

Kom­men wir von der Text- zur Gra­fik­erstel­lung. Der Prompt dafür war:

,,Erstel­le ein Crea­ti­ve 1x1 mit einem hilfs­be­dürf­ti­gen Kit­ten das gefüt­tert wird als Haupt­gra­fik und einer links oben ste­hen­den Head­line ,,Kätz­chen in Not brau­chen dei­ne Hil­fe'' dar­un­ter noch einen CTA Text mit ,,Hilf mit dei­ner Spen­de'' auf oran­ge­nen aber nicht grel­len Unter­grund, die Text­far­be in weiss. Der Hin­ter­grund soll eine natür­li­che Umge­bung sein. Das Ziel der Gra­fik ist es, Emo­tio­na­li­tät bei den Nut­zen­den zu errei­chen und Spen­den für Tie­re zu generieren.’’

Das kam dabei raus: 

Auf den ers­ten Blick wirkt das KI-gene­rier­te Crea­ti­ve brauch­bar. Es zeigt ein Kätz­chen bei der Füt­te­rung, bie­tet gute Bild­qua­li­tät und ver­mit­telt die Bot­schaft klar. Es gibt kei­ne Recht­schreib­feh­ler, was bei KI-Bil­dern nicht selbst­ver­ständ­lich ist.

 KI-generierte Nahaufnahme eines kleinen Kätzchens, das mit einer Flasche gefüttert wird, mit eingeblendetem Text „Kätzchen in Not brauchen deine Hilfe“ und Call-to-Action „Hilf mit deiner Spende!“

Das kam dabei raus: 

 KI-generierte Nahaufnahme eines kleinen Kätzchens, das mit einer Flasche gefüttert wird, mit eingeblendetem Text „Kätzchen in Not brauchen deine Hilfe“ und Call-to-Action „Hilf mit deiner Spende!“

Auf den ers­ten Blick wirkt das KI-gene­rier­te Crea­ti­ve brauch­bar. Es zeigt ein Kätz­chen bei der Füt­te­rung, bie­tet gute Bild­qua­li­tät und ver­mit­telt die Bot­schaft klar. Es gibt kei­ne Recht­schreib­feh­ler, was bei KI-Bil­dern nicht selbst­ver­ständ­lich ist.

Den­noch ent­spricht das Ergeb­nis ins­ge­samt nicht den Erwar­tun­gen. Der oran­ge­far­be­ne Hin­ter­grund des Call to Action wur­de nicht wie vor­ge­se­hen umge­setzt – mög­li­cher­wei­se war der Prompt zu unge­nau. Zudem wirkt „Jetzt spen­den“ eher wie ein anklick­ba­rer But­ton. Auch die Sze­ne wirft Fra­gen auf: War­um wird das Kätz­chen im Wald gefüt­tert und wie müss­te die Per­son auf dem Boden lie­gen, um es so zu ver­sor­gen? Bei genaue­rer Betrach­tung wirkt die Kom­po­si­ti­on daher wenig durch­dacht, unstim­mig und zufäl­lig zusam­men­ge­setzt. Gera­de im Social-Media-Kon­text ent­schei­den sol­che Details dar­über, ob ein Motiv glaub­wür­dig und authen­tisch erscheint.

Risi­ken beim Ein­satz von KI

War­um KI allein nicht ausreicht

KI macht Fehler.

Und zwar nicht nur klei­ne. Beson­ders pro­ble­ma­tisch ist dabei, dass die­se Feh­ler oft nicht sofort erkenn­bar sind. Die Ant­wor­ten wir­ken über­zeu­gend, logisch auf­ge­baut und sprach­lich kor­rekt, obwohl ein­zel­ne Infor­ma­tio­nen falsch oder sogar kom­plett erfun­den sein kön­nen. Die­ses Phä­no­men wird als Hal­lu­zi­na­ti­on bezeich­net. Der Grund dafür liegt in der Funk­ti­ons­wei­se der Tech­no­lo­gie. KI prüft Infor­ma­tio­nen nicht wie ein Mensch auf ihren Wahr­heits­ge­halt, son­dern berech­net, wel­che Ant­wort auf Basis vor­han­de­ner Mus­ter am wahr­schein­lichs­ten passt. Dadurch kön­nen Inhal­te ent­ste­hen, die plau­si­bel klin­gen, aber inhalt­lich falsch sind.

Für Social Media kann das schnell kri­tisch wer­den. Ein Lin­ke­dIn-Post mit einer erfun­de­nen Sta­tis­tik, eine Cap­ti­on mit fal­schen Fak­ten oder ein Bei­trag mit einer nicht exis­tie­ren­den Quel­le kön­nen die Glaub­wür­dig­keit einer Mar­ke beschä­di­gen. Gera­de weil sol­che Feh­ler oft seri­ös klin­gen, soll­ten KI-gene­rier­te Inhal­te nie unge­prüft ver­öf­fent­licht wer­den. Neben fal­schen Infor­ma­tio­nen zeigt sich auch bei der krea­ti­ven Qua­li­tät eine Gren­ze. KI greift auf bestehen­de Mus­ter zurück und kom­bi­niert Inhal­te neu. Das führt zwar häu­fig zu soli­den Ergeb­nis­sen, aber sel­ten zu wirk­lich muti­gen oder unge­wöhn­li­chen Ideen. Vie­le Vor­schlä­ge wir­ken pro­fes­sio­nell, blei­ben aber vor­her­seh­bar.

Genau das ist im Social-Media-Mar­ke­ting ein Pro­blem: Auf­merk­sam­keit ent­steht nicht nur durch sau­be­re For­mu­lie­run­gen oder optisch anspre­chen­de Inhal­te, son­dern durch Rele­vanz, Hal­tung und eine Idee, die in ihrem Gesamt­ergeb­nis hän­gen blei­ben soll­ten. KI kann dafür Impul­se lie­fern, aber die eigent­li­che krea­ti­ve Stär­ke ent­steht jedoch oft erst, wenn die­se Vor­schlä­ge wei­ter­ge­dacht, hin­ter­fragt und mit eige­nen Erfah­run­gen ergänzt werden.

KI ist nicht gleich KI: Qua­li­tät hängt stark von der Umset­zung ab

Ein wei­te­rer Punkt, den wir in der Pra­xis immer wie­der sehen: Die Qua­li­tät von KI-Out­put kann extrem vari­ie­ren, selbst bei ähn­li­chen Anfor­de­run­gen. Wie das genau aus­sieht, sieht man in die­sem Bei­spiel-Crea­ti­ve, das mit einem ande­ren KI-Tool und dem iden­ti­schen Prompt erstellt wurde.

Das Crea­ti­ve ver­mit­telt zunächst einen pro­fes­sio­nel­len Ein­druck: Die Bot­schaft ist klar, die Far­ben sind stim­mig und die Füt­te­rung des Kätz­chens ver­mit­telt Für­sor­ge und Unter­stüt­zung. Dadurch ent­steht ein posi­ti­ver Bezug zum Tier­schutz. Auch der Spen­den­auf­ruf ist direkt verständlich.

KI-generiertes Bild: Nahaufnahme eines kleinen Kätzchens, das von einer Person mit einer Flasche gefüttert wird. Mit eingeblendetem Text „Kätzchen in Not brauchen deine Hilfe“ sowie der Spendenaufruf „Hilf mit deiner Spende!“.
KI-generiertes Bild: Nahaufnahme eines kleinen Kätzchens, das von einer Person mit einer Flasche gefüttert wird. Mit eingeblendetem Text „Kätzchen in Not brauchen deine Hilfe“ sowie der Spendenaufruf „Hilf mit deiner Spende!“.

Das Crea­ti­ve ver­mit­telt zunächst einen pro­fes­sio­nel­len Ein­druck: Die Bot­schaft ist klar, die Far­ben sind stim­mig und die Füt­te­rung des Kätz­chens ver­mit­telt Für­sor­ge und Unter­stüt­zung. Dadurch ent­steht ein posi­ti­ver Bezug zum Tier­schutz. Auch der Spen­den­auf­ruf ist direkt verständlich.

Bei nähe­rer Betrach­tung fehlt jedoch ein Aspekt: Obwohl der Text von „Kätz­chen in Not“ spricht, ist die Not­la­ge im Motiv kaum erkenn­bar. Das Tier wirkt eher nied­lich und gut ver­sorgt als hilfs­be­dürf­tig. Des­halb ent­steht wenig Dring­lich­keit, obwohl gera­de sie Men­schen zum Spen­den bewe­gen soll. Zudem erscheint das Bild zu per­fekt. Licht, Per­spek­ti­ve und Sze­ne sind so sau­ber und har­mo­nisch insze­niert, dass das Motiv wie ein Wer­be­fo­to wirkt. Bei einem emo­tio­na­len The­ma wie dem Tier­schutz kann die­se Per­fek­ti­on Distanz schaf­fen, denn hier erwar­ten Men­schen glaub­wür­di­ge, authen­ti­sche Einblicke.

Fra­ge: War­um ist das ein Problem?

Auf den ers­ten Blick wir­ken sol­che Bil­der emo­tio­nal und hoch­wer­tig. Der Unter­schied zwi­schen „schön“ und „rea­lis­tisch“ hat jedoch direk­te Aus­wir­kun­gen auf die Per­for­mance. Social-Media-Bei­trä­ge, die offen­sicht­lich nach KI aus­se­hen oder klin­gen, erzeu­gen oft weni­ger Inter­ak­ti­on. Weni­ger Inter­ak­ti­on bedeu­tet weni­ger Reich­wei­te und damit weni­ger Wir­kung. Ein zen­tra­ler Grund dafür ist die feh­len­de Authen­ti­zi­tät. KI pro­du­ziert häu­fig Inhal­te, die sau­ber und kor­rekt sind, aber wenig Per­sön­lich­keit haben. Und genau das ist im Social-Media-Mar­ke­ting entscheidend.

Nut­zer sind durch die Men­ge an geteil­tem Con­tent deut­lich sen­si­bler gewor­den. Sie erken­nen, ob Inhal­te echt sind oder kon­stru­iert wirken.

War­um ech­ter Con­tent immer wich­ti­ger wird

Authen­ti­scher Con­tent gewinnt zuneh­mend an Rele­vanz. Gera­de weil KI-Inhal­te inzwi­schen sehr rea­lis­tisch wir­ken kön­nen, ent­steht bei vie­len Nut­zern eine gewis­se Skep­sis. Inhal­te, die klar erkenn­bar echt sind, schaf­fen hier einen Gegen­pol und bau­en Ver­trau­en auf.

Das zeigt sich beson­ders im Spen­den­kon­text. Men­schen möch­ten ver­ste­hen, wohin ihr Geld fließt und wem kon­kret gehol­fen wird. Ech­te Bil­der oder Vide­os aus Tier­hei­men, Pfle­ge­stel­len oder rea­len Situa­tio­nen erzeu­gen deut­lich mehr Nähe und Glaub­wür­dig­keit als gene­rier­te Visu­als. Sie machen Hil­fe greifbar.

Genau das wird bei dem von Men­schen erstell­ten Crea­ti­ve deut­lich. Anders als beim KI-gene­rier­ten Motiv steht hier das Kätz­chen klar im Mit­tel­punkt. Der Blick fällt sofort auf das Tier und die Füt­te­rungs­si­tua­ti­on, wäh­rend der Text eher unter­stüt­zend wirkt. Dadurch wird die Geschich­te bereits über das Bild erzählt und nicht erst durch den Spendenaufruf.

Menschlich erstellte Nahaufnahme eines kleinen Kätzchens, das mit einer Flasche gefüttert wird, mit eingeblendetem Text ‚Kätzchen in Not brauchen deine Hilfe‘ und Call-to-Action ‚Hilf mit deiner Spende!
Menschlich erstellte Nahaufnahme eines kleinen Kätzchens, das mit einer Flasche gefüttert wird, mit eingeblendetem Text ‚Kätzchen in Not brauchen deine Hilfe‘ und Call-to-Action ‚Hilf mit deiner Spende!

Genau das wird bei dem von Men­schen erstell­ten Crea­ti­ve deut­lich. Anders als beim KI-gene­rier­ten Motiv steht hier das Kätz­chen klar im Mit­tel­punkt. Der Blick fällt sofort auf das Tier und die Füt­te­rungs­si­tua­ti­on, wäh­rend der Text eher unter­stüt­zend wirkt. Dadurch wird die Geschich­te bereits über das Bild erzählt und nicht erst durch den Spendenaufruf.

Außer­dem wirkt das Foto deut­lich ech­ter und weni­ger insze­niert. Es zeigt kei­nen per­fek­ten Moment, son­dern eine rea­le Situa­ti­on aus der Tier­pfle­ge. Gera­de die­se klei­nen Unper­fekt­hei­ten machen das Bild glaub­wür­dig und schaf­fen Nähe. Man hat eher das Gefühl, einen ech­ten Ein­blick zu bekom­men, anstatt ein sorg­fäl­tig gestal­te­tes Wer­be­mo­tiv zu betrachten.

KI hin­ge­gen ten­diert dazu, Inhal­te zu glät­ten. Dort wirkt alles sau­ber, per­fekt und durch­dacht, aber meist auch wenig greif­bar. Genau das kann im Zwei­fel Ver­trau­en kosten. 

Der Blick in die Kris­tall­ku­gel: Wie sich KI im Social Media Mar­ke­ting wei­ter­ent­wi­ckeln wird 

Wenn man sich anschaut, wie schnell sich KI aktu­ell ent­wi­ckelt, wird klar: Wir ste­hen noch am Anfang. Vie­le der Tools wer­den in den nächs­ten Jah­ren deut­lich leis­tungs­fä­hi­ger und stär­ker in Social Media Platt­for­men inte­griert sein.

Schon jetzt bau­en Platt­for­men wie Meta, Tik­Tok oder Lin­ke­dIn eige­ne KI-Funk­tio­nen direkt in ihre Sys­te­me ein: von auto­ma­ti­sier­ten Crea­ti­ves bis hin zu Per­for­mance-Opti­mie­run­gen in Echt­zeit. Pro­zes­se, die heu­te noch über exter­ne Tools lau­fen, könn­ten künf­tig direkt inner­halb der Platt­for­men stattfinden.

Das bedeu­tet aber nicht, dass die­se Ent­wick­lung auto­ma­tisch der bes­te Weg ist. Nur weil neue Funk­tio­nen ver­füg­bar sind, heißt das nicht, dass sie sinn­voll ein­ge­setzt wer­den. Ent­schei­dend wird sein, sie kri­tisch zu hin­ter­fra­gen und bewusst zu nutzen.

Ein kla­rer Trend ist die zuneh­men­de Auto­ma­ti­sie­rung. Kam­pa­gnen, Tar­ge­ting und Opti­mie­rung wer­den immer stär­ker auto­ma­ti­siert. Gleich­zei­tig ver­schiebt sich der Fokus: Crea­ti­ves wer­den zum zen­tra­len Hebel für Per­for­mance. Nicht die Ein­stel­lung ent­schei­det, son­dern der erstell­te Content.

Mit der Viel­zahl an neu­en Funk­tio­nen steigt auch die Ver­su­chung, alles gleich­zei­tig zu nut­zen. In der Pra­xis führt das oft zum Gegen­teil. Je mehr auto­ma­ti­siert wird, des­to schwie­ri­ger wird es, Ergeb­nis­se nach­zu­voll­zie­hen. Des­halb ist ein bewuss­ter, schritt­wei­ser Ein­satz entscheidend.

Auch in Zukunft bleibt Test­ing einer der wich­tigs­ten Erfolgs­fak­to­ren. Ob manu­ell oder KI-gestützt, was funk­tio­niert, hängt immer vom Kon­text ab. Nur durch geziel­tes Tes­ten lässt sich her­aus­fin­den, was wirk­lich funktioniert.

Die Qua­li­tät von KI-Inhal­ten wird sich wei­ter ver­bes­sern. Tex­te wer­den natür­li­cher, Bil­der rea­lis­ti­scher und Vide­os immer schwe­rer von ech­ten Inhal­ten zu unter­schei­den sein. Trotz­dem wird KI die mensch­li­che Krea­ti­vi­tät nicht erset­zen. Rele­vanz ent­steht nicht durch per­fek­te Inhal­te, son­dern durch ech­te Per­spek­ti­ven und ein Ver­ständ­nis für Ziel­grup­pen.

Gera­de des­halb wird Authen­ti­zi­tät immer wich­ti­ger. Nut­zer wer­den sen­si­bler dafür, was echt ist und was nicht. Mar­ken, die ech­te Ein­bli­cke geben und nah­bar blei­ben, wer­den sich deut­lich stär­ker abheben.

KI ersetzt Men­schen im Social-Media-Mar­ke­ting (noch) nicht. Sie ver­än­dert es aber. Wer die KI ver­steht und sinn­voll ein­setzt, wird effi­zi­en­ter arbei­ten und bes­se­re Ergeb­nis­se erzie­len. Die ent­schei­den­den Fak­to­ren blei­ben aber die glei­chen: Ziel­grup­pen­ver­ständ­nis, ein Gefühl für Con­tent und die Fähig­keit, ech­te Rele­vanz zu schaffen.

Fazit

KI macht Social-Media-Mar­ke­ting nicht ein­fa­cher, son­dern anders.

Sie nimmt dir Arbeit ab, aber nicht Ver­ant­wor­tung. Vie­les geht schnel­ler, aber nicht auto­ma­tisch bes­ser. Genau das ist der Punkt, an dem sich ent­schei­det, ob KI dir wirk­lich hilft oder nur mehr Con­tent produziert.

Wer Ergeb­nis­se unge­prüft über­nimmt, bekommt aus­tausch­ba­ren Con­tent. Wer ein­ord­net, hin­ter­fragt und gezielt nach­ar­bei­tet, kann dar­aus ech­ten Mehr­wert schaffen.

KI ist kein Short­cut. Sie ist ein Werk­zeug. Und wie gut es funk­tio­niert, hängt am Ende immer noch von dir ab.