Bis zum Jahr 2017 wer­den Vide­os knapp 70 Pro­zent des Online-Traf­fics aus­ma­chen. Seit 2014 ist die Anzahl der Men­schen, die täg­lich You­Tube-Vide­os schau­en, um 40 Pro­zent gewach­sen. Das Wer­be­bud­get des deut­schen Online-Video-Mark­tes betrug im Jahr 2015 331 Mil­lio­nen Euro. Auf You­Tube wer­den jede Minu­te 400 Stun­den Video­ma­te­ri­al hoch­ge­la­den.

Vide­os sind gera­de dabei, das Online-Uni­ver­sum zu erobern. Aber wie schafft man es, aus die­ser rie­si­gen Men­ge an Inhal­ten her­aus­zu­ste­chen? Das ver­rät euch unser Geschäfts­füh­rer und You­Tube-Pro­fi Chris­ti­an Tem­brink am 26. Okto­ber 2016 beim You­Tube-Work­shop im Rah­men des SEO-Day. Als klei­nes Schman­kerl vor­ab kom­men schon jetzt die 3 wich­tigs­ten Boos­ting-Fak­to­ren für eure You­Tube-Vide­os.

 

Berühren: Strauß Blumen

 

Con­tent: Berüh­re dei­ne Zuschau­er!

Zunächst ein­mal soll­test du dir die Fra­ge stel­len: War­um möch­te der Zuschau­er mein Video sehen? Wenn du nur dein Pro­dukt anpreist oder erzählst, wie toll dein Unter­neh­men ist, bie­test du dem Zuschau­er kei­nen Mehr­wert. Unter­hal­te ihn, hel­fe ihm bei einem Pro­blem, brin­ge ihm etwas bei oder inspi­rie­re ihn. Ver­giss dabei die Emo­tio­nen nicht! Denn sie sind die Schnell­stra­ße, die die Erin­ne­run­gen direkt ins Lang­zeit­ge­dächt­nis brin­gen – ohne Umwe­ge über das Ultra­kurz­zeit- und Kurz­zeit­ge­dächt­nis. Die gute Nach­richt ist: Emo­tio­nen las­sen sich in Vide­os beson­ders gut trans­por­tie­ren. Bild­ge­stal­tung, Licht­stim­mung, Musik und Spra­che wir­ken im Zusam­men­spiel und las­sen sich mit ein wenig Know-how so ein­set­zen, dass sie berüh­ren.

Schon im vier­ten Jahr­hun­dert vor Chris­tus hat Aris­to­te­les die Bedeu­tung von Struk­tur erkannt, als er fest­stell­te: „Ein Gan­zes ist, was Anfang, Mit­te und Ende hat.“ Der cle­ve­re Aris­to­te­les kann­te You­Tube nicht, aber sei­ne Erkennt­nis gilt auch heu­te für Online-Vide­os. Struk­tur hilft dem Zuschau­er, zu ver­ste­hen. Die Drei-Akt-Struk­tur mit Ein­füh­rung, Kon­fron­ta­ti­on und Schluss aus der Thea­ter- und Spiel­film­dra­ma­tur­gie lässt sich auf so gut wie jede Art von Video über­tra­gen. Das hört sich kom­pli­zier­ter an, als es ist: Schon mit einem klei­nen Intro, dem Haupt­teil und einer kur­zen Zusam­men­fas­sung zum Schluss bekommt dein Video eine Drei-Akt-Struk­tur und der Zuschau­er Ori­en­tie­rung.

 

Seeding: Pusteblume

 

SEO und See­ding: Sor­ge dafür, dass dei­ne Vide­os gefun­den wer­den!

Mal ehr­lich: Was nützt das bes­te Video, wenn nie­mand von sei­ner Exis­tenz weiß? Video-SEO ist das Zau­ber­wort, wenn es dar­um geht, Vide­os aus der Ver­sen­kung zu holen.

Vor die Video­pro­duk­ti­on haben Goog­le und You­Tube die Key­word-Ana­ly­se gesetzt. Das obers­te Gebot lau­tet: Fin­de her­aus, wel­ches das rele­van­tes­te Key­word für dein Video ist und opti­mie­re das Video dar­auf. Was das heißt? Ganz ein­fach: Ver­wen­de es im Spre­cher­text, in Text­ta­feln, im Beschrei­bungs­text und so wei­ter. Denn: You­Tube liebt Key­wor­ds und kann sie sogar in der gespro­che­nen Spra­che, also aus dem Audio, erken­nen.

Wenn du beim Key­word alles rich­tig gemacht hast und dein Video in den Such­ergeb­nis­sen erscheint, dann ist das Thumb­nail, also das Video-Vor­schau­bild, das Ers­te, was der User zu sehen bekommt. Also mach‘ was draus! Wie das am bes­ten geht und noch vie­le wei­te­re Video-SEO-Tipps rund um Video­ti­tel, Video­be­schrei­bung, End­cards und Co bekommst du beim Work­shop mit Chris.

Mit See­ding, wie der Name erah­nen lässt, streust du dei­ne Vide­os gezielt dort, wo sich dei­ne Ziel­grup­pe auf­hält und somit prak­tisch dar­über stol­pert. Influ­en­cer Mar­ke­ting ist sozu­sa­gen das Vit­amin B der Online-Welt: Du suchst dir You­Tuber und Blog­ger mit vie­len Fans und Fol­lo­wern und bringst sie dazu, dei­ne Inhal­te zu tei­len. Noch bes­ser: Lass sie Teil dei­ner Inhal­te wer­den – also zum Bei­spiel in dei­nem Video eine Rol­le spie­len. Dein aus­er­wähl­ter Influ­en­cer wird dein Video tei­len, es erreicht sei­ne zahl­rei­chen Fans – und schon hast du eine rie­si­ge Reich­wei­te. Außer­dem wer­den die Fans höchst­wahr­schein­lich begeis­tert sein, denn sie lie­ben ihren Blog­ger. Etwas von die­sem Glanz wird auf dein Unter­neh­men, dei­ne Mar­ke oder dein Pro­dukt abfär­ben.

Eine wei­te­re Mög­lich­keit, dei­ne Vide­os unter die Leu­te zu brin­gen, ist das bezahl­te See­ding. Du schal­test die Clips bei­spiels­wei­se als Pre-Roll-Ads vor ande­ren Vide­os auf You­Tube, die dei­ne Ziel­grup­pe inter­es­sie­ren. Die gute Nach­richt ist: Du zahlst nur für einen View, wenn das Video wirk­lich bis zum Schluss geschaut wur­de. Wenn du aber dei­ne SEO-Haus­auf­ga­ben machst, bekommst du Views umsonst!

 

Traffic: Lichter auf der Autobahn

 

Erfolgs­mes­sung: Wis­se, was du rich­tig machst und was nicht!

Daten, Daten, Daten: Wenn du sie hast und zu deu­ten weißt, ist dein You­Tube-Erfolg nicht mehr weit. Du fin­dest einen gan­zen Berg an Daten in You­Tube Ana­ly­tics. Wer hat sich mei­ne Vide­os wann ange­schaut? Woher kamen die Zuschau­er – geo­gra­fisch, such­tech­nisch und gerä­te­mä­ßig? Wie lan­ge sind sie dran­ge­blie­ben? Viel­leicht sagen dir die Daten, dass vie­le Zuschau­er an einer bestimm­ten Stel­le des Vide­os weg­ge­klickt haben – dann ist dein Video an die­ser Stel­le viel­leicht zu lang­at­mig? Ler­ne dar­aus und mach’s beim nächs­ten Mal bes­ser!

Das Schö­ne an den vie­len Zah­len und Daten ist, dass sie dir ermög­li­chen, geziel­te Ver­bes­se­run­gen vor­zu­neh­men. Du musst also nicht mehr ins Blaue pro­du­zie­ren und opti­mie­ren, du siehst recht schnell, was du rich­tig gemacht hast und was ver­bes­se­rungs­wür­dig ist.

Wie du sehen kannst, hat der Work­shop bereits statt­ge­fun­den. Falls du infor­miert wer­den willst, wenn wir neue Work­shops anbie­ten, schreibt uns doch an workshop[a]netspirits.de.

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