Das Ende naht …

Okay, viel­leicht klingt das ein biss­chen dra­ma­tisch, aber was hier mit dem Ende gemeint ist, ist mei­ne Zeit in der Soci­al-Media Abtei­lung. Rück­bli­ckend habe ich in die­sem Jahr ziem­lich viel gelernt, von Con­tent-Erstel­lung, You­Tube-Kanal­auf­bau und -Opti­mie­rung bis hin zu Soci­al Media Repor­tings, wie man You­Tube-Uploads durch­führt, Wer­be­an­zei­gen gestal­tet und erstel­let und und und ...

Zudem durf­te ich mein ers­tes, eige­nes Kon­zept für Face­book- und Insta­gram-Con­tent erstel­len und dar­auf­hin auch mei­nen ers­ten Kun­den in die­sem Bereich betreu­en. Das neh­me ich zum Anlass, euch in mei­nem letz­ten Post aus der Soci­al-Media-Abtei­lung zu erläu­tern, war­um ein Soci­al-Media-Redak­ti­ons­plan so wich­tig ist und wie man ihn erstellt.

Con­tent ist nicht gleich Con­tent

Was heißt das eigent­lich genau “Face­book-Con­tent“ zu erstel­len? Wer­fe ich einen Blick auf mei­ne Face­book-Sei­te und den­ke mir: ach, die Son­ne scheint, lass mich mal ein gute-Lau­ne-Foto pos­ten! Schön wäre es.

Ein biss­chen bes­ser durch­dacht soll­te der Con­tent schon sein, damit er auf die Ziel­grup­pe pas­send abge­stimmt ist und einen stra­te­gi­schen Back­ground hat. Zwei Sachen sind dafür sehr wich­tig: Kon­zept und Stra­te­gie. Und von einer sehr prak­ti­schen Per­spek­ti­ve gese­hen, ist ein Redak­ti­ons­plan orga­ni­sa­to­risch gese­hen eine fei­ne Sache, denn er ver­ein­facht uns Soci­al-Media-Mana­gern das Leben unge­mein.

Was ist ein Soci­al-Media-Redak­ti­ons­plan

Redak­ti­ons­plan hört sich sehr nach Zei­tung und Maga­zin an. Als Pla­nungs-Tool kommt es aber in jeder gut orga­ni­sier­ten Mar­ke­ting­ab­tei­lung schon seit Jah­ren zum Ein­satz. Denn ein Redak­ti­ons­plan ist Bestand­teil der über­ge­ord­ne­ten Mar­ke­ting­jah­res­pla­nung, ein­fach um die eige­ne Kom­mu­ni­ka­ti­on nach außen zu orga­ni­sie­ren. Das Doku­ment, das frü­her das Timing für Pres­se­mit­tei­lun­gen, Kata­log- oder Brief­ver­sand für den Ver­trieb zusam­men­ge­fasst hat, ist in den letz­ten Jah­ren um Mai­lings, News­let­ter, Blog- und Soci­al-Media-Posts erwei­tert wor­den. Es umfasst somit die alten als auch die neu­en Medi­en der Kom­mu­ni­ka­ti­on.

Schön und gut, aber was genau bringt mir ein Redak­ti­ons­plan und was gehört vor allem mit rein?

Vor­ab sei gesagt, dass jeder Redak­ti­ons­plan indi­vi­du­ell ist – so wie sein Besit­zer :-p Ich beschrei­be hier nur, wel­chen Weg ich gewählt habe und mit wel­chem ich gut klar­kom­me, natür­lich kann man den Redak­ti­ons­plan je nach Wunsch anpas­sen und somit sei­nen per­fek­ten Pla­nungs­stil fin­den.

Der Inhalt eines Redak­ti­ons­plans

Eine wirk­lich per­fek­te Vor­la­ge gibt es nicht, denn wie oben schon erwähnt, soll­te jeder Redak­ti­ons­plan auf den jewei­li­gen The­men-, Pro­dukt- oder Dienst­leis­tungs­be­reich sowie den Kanal selbst abge­stimmt sein. Ein Redak­ti­ons­plan für einen Blog wür­de anders auf­ge­baut sein als der Redak­ti­ons­plan für Face­book- und Insta­gram-Con­tent genau­so wie ein Redak­ti­ons­plan für eine Taschen­mar­ke anders aus­sieht als für eine Online-Mar­ke­ting-Agen­tur. Bestimm­te Kate­go­ri­en sind aber Bestand­teil eines jeden Redak­ti­ons­plans. Hier habe ich euch mal die wich­tigs­ten Punk­te zusam­men­ge­fasst:

  • der Monat, für den der jewei­li­ge Con­tent erstellt wird
  • das genau Datum: Wann soll der Bei­trag online gehen?
  • eine Spal­te, in dem das Bei­trags­the­ma defi­niert wird sowie eine Spal­te für die Kam­pa­gnen- und The­men­zu­ord­nung
  • der Text für den Bei­trag selbst
  • eine Spal­te, wo die Quel­le des Videos/Bildes ein­ge­tra­gen wer­den kann
  • die Uhr­zeit (Tipp: Im Wer­be­ma­na­ger bei Face­book kann man sehen, wann die Ziel­grup­pe am meis­ten auf der Sei­te und online ist.)
  • ein wei­te­res nütz­li­ches Feld: Frei­ga­be von Kun­de XY, hier wird farb­lich mar­kiert, ob und wann der Kun­de den Bei­trag frei­ge­ge­ben hat.
  • ein Feld für die Dead­line, damit du genau weißt, wann der Post online gehen muss und nach­fra­gen nicht nötig ist.
  • der Sta­tus: Hier kannst du ein­tra­gen, ob der Bei­trag online ist oder die Ver­öf­fent­li­chung noch aus­steht.

Das Gan­ze sieht dann so aus:

Die Vor­tei­le eines Redak­ti­ons­plans

Pla­nung ist die hal­be Mie­te, sagt Sabri­na, mei­ne Aus­bil­de­rin, immer. Wo sie Recht hat, hat sie Recht. Indem man sich die Zeit nimmt und die Con­tent-Stra­te­gie auf (Excel)-Papier über­trägt, schafft man sich nicht nur eine Über­sicht, die Stra­te­gie selbst wird dadurch sehr viel hand­li­cher und anfass­ba­rer. Wenn es in der Theo­rie (also der Con­tent-Stra­te­gie-Power­point) heißt, wir soll­ten Zita­te von Soci­al-Media-Gurus nut­zen, um das Pro­fil der Agen­tur zu stär­ken, bedeu­tet es nun in der Pra­xis, die­se Zita­te zu fin­den, sie auf Rich­tig­keit zu prü­fen (wich­tig, wenn man die Wor­te einer ande­ren Per­son nutzt), sie even­tu­ell gra­phisch auf­zu­be­rei­ten, sie in eine Rei­hen­fol­ge zu set­zen, bei Wie­der­ver­wer­tung des Con­tent sie zu unter­schied­li­chen Zeit­punk­ten auf die ver­schie­de­nen Kanä­le zu ver­tei­len usw.

Durch die Pla­nung bringt man eine Sys­te­ma­tik in die eige­ne Kom­mu­ni­ka­ti­on. So kann man jeden Monat bestimm­te, wie­der­keh­ren­de The­men­ka­te­go­ri­en plat­zie­ren. Zum Bei­spiel jeden Mon­tag einen Bei­trag pas­send zum Montagsblues/Start in die Woche, mitt­wochs Help Con­tent und frei­tags einen Bei­trag pas­send zum Wochen­en­de, zum Bei­spiel Tipps für die jewei­li­ge Stadt und was man auf kei­nen Fall ver­pas­sen soll­te. Natür­lich stellt man so auch sicher, dass man die rich­ti­ge Ziel­grup­pe erreicht und dass die Inhal­te zur Mar­ke passt.

Du kannst Trends und Ide­en notie­ren und dir somit die krea­ti­ve Arbeit erleich­tern. Natür­lich lie­fert der Kun­de eben­falls Input zum Con­tent, jedoch scha­det Inspi­ra­ti­on nie 😉 Min­des­tens ein­mal im Monat soll­te man sich sowie­so mit dem Kun­den zusam­men­set­zen und den Redak­ti­ons­plan für den kom­men­den Monat bespre­chen. So sind bei­de Sei­ten “on the same page“ und man muss sich nicht vor jedem Pos­ting die Frei­ga­be holen. Je nach Con­tent-For­mat benö­tigt man auch eine län­ge­re Vor­laufs­zeit: Ver­gleicht mal die “Pro­duk­ti­ons­dau­er“ für eine Gra­phik mit der für ein Video …

Du hast die Mög­lich­keit, den Pro­zess zu ver­fol­gen und dei­nen Con­tent Schritt für Schritt zu pla­nen, vor­zu­be­rei­ten und ver­lierst wich­ti­ge Din­ge nicht aus den Augen. Nach einer Wei­le, wenn man genug Daten gesam­melt hat und man sieht, wel­cher Con­tent erfolg­reich ist, soll­te man die­se Infor­ma­tio­nen in die Pla­nung ein­flie­ßen las­sen. Natür­lich spie­len vie­le Fak­to­ren beim Erfolg eines Pos­tings eine Rol­le, z. B. das For­mat, die Uhr­zeit des Pos­tings, der Tag des Pos­tings und – wie ich die­sen Som­mer selbst erle­ben konn­te – auch das Wet­ter. Wer von uns Nut­zern ist frei­tags nach­mit­tags bei 35 Grad und Son­nen­schein denn schon online oder nimmt sich die Zeit, ein Pos­ting zu kom­men­tie­ren, wenn man zum Fei­er­abend­bier­chen im Park mit Freun­den ver­ab­re­det ist? Ich nicht 😊

Und letzt­lich erleich­terst du Kol­le­gen die Arbeit, wenn sie dich wäh­rend dei­nes Urlaubs oder Krank­heit ver­tre­ten müs­sen. Denn dann sehen sie aus wie der Typ rechts im Bild ...

Es gibt so viel mehr über Redak­ti­ons­plä­ne zu schrei­ben, dass ich noch wei­ter an die­sem Arti­kel schrei­ben wer­de. Schau also bald wie­der rein, wenn du mehr Infor­ma­tio­nen und Vor­la­gen über Redak­ti­ons­plä­ne erhal­ten willst. Soll­test du eine Fra­ge dazu haben, kannst du mir auch ger­ne eine E-Mail schrei­ben.

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