Beson­ders im Social-Media-Mar­ke­ting rund um You­Tube, Face­book, Insta­gram & Co. ist ein Redak­ti­ons­plan ein wich­ti­ges Werk­zeug zur Con­tent-Pla­nung und -Erstel­lung. Doch was genau ist über­haupt ein Social-Media-Redak­ti­ons­plan? War­um ist er so wich­tig? Und wie ver­wen­dest du ihn am bes­ten? Ich habe mich tief in die Mate­rie ein­ge­ar­bei­tet und wer­de euch in die­sem Arti­kel eini­ge Tipps und Tricks sowie eine Vor­la­ge für einen Redak­ti­ons­plan mit an die Hand geben.

Inhal­te des Arti­kels: 

Vier gute Grün­de für einen Redak­ti­ons­plan

Inhalt eines Redak­ti­ons­plans

Vor­la­ge eines Redak­ti­ons­plans

Inspi­ra­ti­on zur Con­tent-Ent­wick­lung

Vor­tei­le eines Redak­ti­ons­plans

Con­tent ist nicht gleich Con­tent

Was heißt das eigent­lich genau “Face­book-Con­tent“ zu erstel­len? Wer­fe ich einen Blick auf mei­ne Face­book-Sei­te und den­ke mir: ach, die Son­ne scheint, lass mich mal ein gute-Lau­ne-Foto pos­ten! Schön wäre es.

Ein biss­chen bes­ser durch­dacht, soll­te der Con­tent schon sein, vor allem damit er auf die Ziel­grup­pe pas­send abge­stimmt ist, einen stra­te­gi­schen Back­ground hat und sei­ne Zie­le erreicht. Denn Social Media wird ja (hof­fent­lich) nicht ein­fach so betrie­ben, son­dern soll auch etwas errei­chen: Mar­ken­be­kannt­heit stei­gern, Pro­duk­te bewer­ben, Kun­den­bin­dung schaf­fen etc.

Zwei Sachen sind dafür sehr wich­tig: Kon­zept und Stra­te­gie. Und von einer sehr prak­ti­schen Per­spek­ti­ve betrach­tet, ist ein Redak­ti­ons­plan orga­ni­sa­to­risch gese­hen eine fei­ne Sache, denn er ver­ein­facht vor allem uns Social-Media-Mana­gern das Leben unge­mein.

Was ist ein Social-Media-Redak­ti­ons­plan

Redak­ti­ons­plan hört sich sehr nach Zei­tung und Maga­zin an. Als Pla­nungs-Tool kommt es aber in jeder gut orga­ni­sier­ten Mar­ke­ting­ab­tei­lung schon seit Jah­ren zum Ein­satz. Denn ein Redak­ti­ons­plan ist Bestand­teil der über­ge­ord­ne­ten Mar­ke­ting­jah­res­pla­nung, ein­fach um die eige­ne Kom­mu­ni­ka­ti­on nach außen kon­kret vor­zu­pla­nen und zu orga­ni­sie­ren. Das Doku­ment, das frü­her das Timing für Pres­se­mit­tei­lun­gen, Kata­log- oder Brief­ver­sand für den Ver­trieb zusam­men­ge­fasst hat, ist in den letz­ten Jah­ren um Mai­lings, News­let­ter, Blog- und Social-Media-Posts erwei­tert wor­den. Es umfasst somit die alten als auch die neu­en Medi­en der Kom­mu­ni­ka­ti­on.

Doch war­um ist die Pla­nung so wich­tig?

Durch eine gute Pla­nung las­sen sich vor allem Zeit und Bud­get für die Vor­be­rei­tung von Posts sehr rea­lis­tisch ein­schät­zen. Eben­so hilft der Redak­ti­ons­plan bei der Dele­ga­ti­on von Arbeits­schrit­ten, damit jeder im Team weiß, was wann zu tun ist. Dabei kann nur durch eine gute Pla­nung auch früh­zei­tig erkannt wer­den, ob die Zie­le erreicht wer­den kön­nen oder ob es nötig ist noch­mal etwas umzu­pla­nen. Außer­dem ist auch die Kon­trol­le am Ende nur mit einer vor­he­ri­gen Pla­nung mög­lich.

Schön und gut, aber was genau bringt mir ein Redak­ti­ons­plan und was gehört vor allem mit rein?

Vor­ab sei gesagt, dass jeder Redak­ti­ons­plan genau so indi­vi­du­ell ist wie auch sein Besit­zer. In mei­nem Arti­kel beschrei­be ich dir ledig­lich einen mög­li­chen Redak­ti­ons­plan, der aber natür­lich je nach The­ma, Medi­um oder per­sön­li­chen Wün­schen indi­vi­du­ell ange­passt wer­den kann. Ich hof­fe, so kommst auch du mit mei­ner Hil­fe und Vor­ar­beit zu dem für dich “per­fek­ten” Pla­nungs­stil.

Vier gute Grün­de für einen Redak­ti­ons­plan

1. Garan­tie von regel­mä­ßi­gen Posts

Regel­mä­ßig­keit ist das A & O. So wie du dir vor­nimmst, drei Mal die Woche zum Sport zu gehen, jedoch merkst, dass es schwer ist, das Trai­ning ohne einen gewis­sen Plan ein­zu­hal­ten., Eben­so ist es bei dem Redak­ti­ons­plan. Denn ein guter Plan ist die hal­be Mie­te! Sobald du dir etwas notierst, hältst du es eher ein, da du dir so dei­ne To-dos vor Augen führst. Genau­so soll­test du auch die Pos­ting-Regel­mä­ßig­keit immer ein­hal­ten. Nur so wird es zur Rou­ti­ne und dei­ne Nut­zer sind auch glück­lich über eine Regel­mä­ßig­keit der Posts.

Die Regelmäßigkeit der Posts ist wichtig.

2. Gib dei­nen Dead­lines die Macht

Dead­lines ein­zu­hal­ten, ist manch­mal gar nicht so ein­fach, vor allem wenn man kei­nen Über­blick über sie hat. Genau hier kommt der Redak­ti­ons­plan ins Spiel und hilft dir dei­ne Pos­ting-Zeit­räu­me ein­zu­hal­ten. Dafür soll­test du jedem To-Do eine Dead­line geben und am bes­ten noch farb­lich visua­li­sie­ren, so dass zum Bei­spiel eine rote Far­be signa­li­siert, dass es lang­sam mal an der Zeit wird dei­nen Bei­trag fer­tig- oder online zu stel­len.

3. Erfol­ge visua­li­sie­ren

Wie beru­hi­gend ist es bit­te, ein Häk­chen neben einem To-do zu set­zen, dass man schon län­ger auf der Lis­te ste­hen hat­te oder sogar auf­ge­scho­ben hat? Ich glau­be, jeder kennt die­ses befrei­en­de Gefühl. Genau das gilt auch für den Redak­ti­ons­plan. Nach der lan­gen Pro­ze­dur von der Recher­che bis hin zur Erstel­lung, Frei­ga­be und Ver­öf­fent­li­chung der Inhal­te ein Häck­chen oder "online" in den Redak­ti­ons­plan ein­zu­tra­gen, gibt einem ein wahr­lich gutes Gefühl.

4. Im krea­ti­ven Cha­os Ord­nung schaf­fen – Krea­ti­vi­tät

Wohin mit tol­len Ideen, die einem plötz­lich wäh­rend der Arbeit ein­fal­len? War­um die­se nicht direkt im Redak­ti­ons­plan notie­ren,  und mög­li­che, infra­ge kom­men­de The­men im Vor­aus fest­le­gen. Das schafft dir Frei­raum für neue Ideen und hilft, das krea­ti­ve Cha­os zu redu­zie­ren. Außer­dem schaffst du dir damit für Momen­te, in denen dir die Inspi­ra­ti­on aus­bleibt, ein tol­les Back-up an Ideen und The­men.

Die Inhal­te eines Redak­ti­ons­plans

Eine wirk­lich per­fek­te Vor­la­ge gibt es nicht, denn wie oben schon erwähnt, soll­te jeder Redak­ti­ons­plan auf den jewei­li­gen The­men-, Pro­dukt- oder Dienst­leis­tungs­be­reich sowie den Kanal selbst abge­stimmt sein.

Ein Redak­ti­ons­plan für einen Blog wür­de anders auf­ge­baut sein als der Redak­ti­ons­plan für Face­book- und Insta­gram-Con­tent genau­so wie ein Redak­ti­ons­plan für eine Taschen­mar­ke anders aus­sieht als für eine Online-Mar­ke­ting-Agen­tur. Bestimm­te Kate­go­rien sind aber Bestand­teil eines jeden Redak­ti­ons­plans.

Jeder Redak­ti­ons­plan soll­te die exak­te Ant­wort auf die fünf W-Fra­gen lie­fern:

Wel­cher Inhalt? → The­ma

Wie wird der Inhalt ver­packt? → For­mat

Wann wird er ver­öf­fent­licht? → Datum

Wo soll der Inhalt sicht­bar sein? → Kanä­le

Wer küm­mert sich um was? → Zustän­dig­kei­ten

Dar­aus erge­ben sich fol­gen­de (Pflicht-)Inhalte für einen Redak­ti­ons­plan:

das genaue Datum: Wann soll der Bei­trag online gehen? (Im bes­ten Fall mit dem genau­en Wochen­tag.)

die Uhr­zeit der Ver­öf­fent­li­chung (Tipp: Im Wer­be­ma­na­ger bei Face­book und auch bei You­Tube kann man sehen, wann die Ziel­grup­pe am meis­ten auf der Sei­te und online ist)

eine Spal­te, in dem das Bei­trags­the­ma defi­niert wird 

sowie eine Spal­te für die Kam­pa­gnen- und The­men­zu­ord­nung

der Text des Bei­trags

das  Medi­um (Bild, Gra­phik oder Video) für den Bei­trag

ein Feld für die Dead­line, damit du genau weißt, wann der Post online gehen muss und nach­fra­gen nicht nötig ist

die Zuord­nung einer Per­son, die für die­sen Bei­trag pri­mär verant­wort­lich ist

ein wei­te­res nütz­li­ches Feld: Frei­ga­be von Kun­de XY, hier wird farb­lich mar­kiert, ob und wann der Kun­de den Bei­trag frei­ge­ge­ben hat

der Sta­tus: Hier kannst du ein­tra­gen, ob der Bei­trag bereits online, in Bear­bei­tung, die Gra­fik noch vor­be­rei­tet oder der Text kor­ri­giert wer­den muss oder ob der Bei­trag ver­öf­fent­licht wer­den kann.

So könn­te ein Social-Media-Redak­ti­ons­plan zum Bei­spiel aus­se­hen:

Vorlage Social-Media-Redaktionsplan

Hier könnt ihr die Vor­la­ge auch ger­ne als Grund­ge­rüst für euren Redak­ti­ons­plan run­ter­la­den und indi­vi­du­ell auf eure Bedürf­nis­se anpas­sen.

Von der Pla­nung zur Umset­zung

Nach­dem du dich genug inspi­rie­ren hast las­sen, kommt der Part, wo du dei­ne Ideen in Akti­on umwan­delst. Auch hier­bei soll­test du dich fra­gen:

Sind die von mir recher­chier­ten The­men wirk­lich rele­vant für mei­ne Ziel­grup­pe?

Wel­che Inhal­te kamen bis­lang gut bei mei­ner Ziel­grup­pe an und wie­so? Fällt mein neu­es The­ma in die­se Kate­go­rie?

Wel­chen Umfang soll mein Bei­trag haben? Soll er nur aus Text bestehen? Mit oder ohne Gra­phik? Wie ver­mitt­le ich die Infor­ma­tio­nen des Bei­trags am bes­ten?

Wel­che ande­ren Medi­en kann ich als visu­el­le Unter­stüt­zung nut­zen?

Zu wel­cher Uhr­zeit ist mei­ne Ziel­grup­pe online?

Wie du schon merkst, ist es gar nicht mal so ein­fach, von einer Idee zum fina­len Bei­trag zu kom­men. Eine Stra­te­gie hilft natür­lich immer, denn sie gibt die all­ge­mei­ne Rich­tung an und sorgt dafür, dass Posts und Zie­le über­ein­stim­men. Außer­dem hilft natür­lich der Redak­ti­ons­plan bei der akti­ven Umset­zung und um dei­nen Con­tent-Erfolg zu errei­chen.

Nütz­li­che Tools

Es gibt vie­le Mög­lich­kei­ten einen Redak­ti­ons­plan für ein Team auf­zu­set­zen. Zum einen kann ein Redak­ti­ons­plan natür­lich ganz sim­pel über eine gemein­sa­me Tabel­le zum Bei­spiel in Goog­le Dri­ve geführt wer­den (wie in unse­rer Vor­la­ge). 

Alle frei­ge­ge­ben Nut­zer – bei uns in der Agen­tur zum Bei­spiel sind es ins­ge­samt vier Mit­ar­bei­ter, die sich alle gemein­sam um die Inhal­te unse­res Redak­ti­ons­plans küm­mern – kön­nen dort zusam­men am Redak­ti­ons­plan arbei­ten und zu jeder Zeit alle Infos ein­se­hen. Es gibt jedoch auch eini­ge (meist kos­ten­pflich­ti­ge) Tools wie Scomp­ler, die einem noch wei­te­re Extras für einen Redak­ti­ons­plan bereit­stel­len wie zum Bei­spiel Erin­ne­rungs­nach­rich­ten per Mail, wenn der nächs­te Bei­trag bear­bei­tet wer­den soll­te, den Sta­tus-quo jedes Bei­trags und so wei­ter.

Oft gibt es auch wei­te­re Ansich­ten wie den Kalen­der­mo­dus, der die Pla­nung ver­ein­facht, oder eine Vor­schau­an­sicht des geplan­ten Posts im Design des rele­van­ten Kanals und vie­les mehr. In man­chen Redak­ti­ons­plan-Tools kannst du die Inhal­te sogar schon so vor­pla­nen, dass sie auto­ma­tisch zur rich­ti­gen Zeit auf der rich­ti­gen Platt­form online gehen. Dann braucht man sie nicht mehr in die ent­spre­chen­de Social-Media-Platt­form kopie­ren.

Eben­so kannst du auch ein Pro­jekt­pla­nungs­tool wie Trel­lo für die Redak­ti­ons­pla­nung ver­wen­den. Dort kannst du sehr gut zu jeder Auf­ga­be eine Kar­te erstel­len und den zustän­di­gen Kol­le­gen hin­zu­fü­gen. Man kann Dead­lines ein­stel­len und erhält E-Mail-Benach­rich­ti­gun­gen für anste­hen­de To-dos. Des­wei­te­ren gibt es auch diver­se Plugins für Wor­d­Press in Form eines Redak­ti­ons­plans. 

Pro­bier die ver­schie­de­nen Mög­lich­kei­ten am bes­ten ein­fach mal aus. Am Ende musst du für dich selbst her­aus­fin­den, wel­che Funk­tio­nen ein Redak­ti­ons­plan haben soll­te, um dich und dein Team best­mög­lichst bei der Arbeit zu unter­stüt­zen. 

Ich per­sön­lich kom­me mit einem eige­nen Redak­ti­ons­plan in einer Goog­le-Tabel­le, die man auch mit Kol­le­gen und Kun­den gut zusam­men bear­bei­ten kann, sehr gut klar, ken­ne aber auch Kol­le­gen, die dies viel lie­ber über ein Tool wie Scomp­ler abwi­ckeln. Das Wich­tigs­te ist, dass du eine ein­heit­li­che Struk­tur für ein Pro­jekt fin­dest, mit der alle Betei­lig­ten gut arbei­ten kön­nen, damit alle Posts gut geplant und ver­öf­fent­licht wer­den kön­nen.

PS: Inspi­ra­ti­on zur Con­tent-Ent­wick­lung

Wer kennt es nicht, ein neu­er Bei­trag steht wie­der an, im Redak­ti­ons­plan ist das The­ma in einem bedroh­li­chen Rot ver­merkt und weist dich dar­auf hin, dass es nun soweit ist: Der nächs­te Bei­trag steht an, aber die Ideen blei­ben dir aus.

Aber kei­ne Panik auf der Con­tent-Tita­nic. Die­ses Sze­na­rio kennt jeder in der Con­tent-Erstel­lung. Hier habe ich ein paar hilf­rei­che Tipps für dich, was du machen kannst, wenn dir mal die Content-Inspi­ra­ti­on aus­bleibt:

Kom­mu­ni­ka­ti­on ist der Schlüs­sel

Wenn ich mal nicht weiß, wor­über ich im nächs­ten Arti­kel schrei­ben soll, wen­de ich mich ein­fach an einen Kol­le­gen oder eine Kol­le­gin, oder fra­ge sogar im gan­zen Team mal nach, ob jeman­dem ein span­nen­des The­ma für den nächs­ten Blog­ar­ti­kel ein­fällt. Dar­aus ent­steht oft ein gro­ßes Gespräch mit vie­len Ideen und Vor­schlä­gen. Dadurch habe ich meis­tens ganz viel Inspi­ra­ti­on erhal­ten und muss­te sogar zwi­schen den gan­zen tol­len The­men eine Aus­wahl tref­fen. Also scheut euch nicht, Kol­le­gen zu fra­gen, wel­che Inhal­te rele­vant sein könn­ten. Eine neue oder zwei­te Mei­nung hilft immer – nicht nur in Bezug auf Con­tent-Krea­ti­on.

"Hey Goog­le, was soll ich als Nächs­tes schrei­ben?"

So ein­fach ist es lei­der nicht, aber Sei­ten wie Goog­le Trends, Goog­le News und der Key­word Plan­ner kön­nen eine gute Inspi­ra­ti­ons­quel­le sein und auf­zei­gen, wel­che The­men gera­de im Trend sind oder die Leu­te beschäf­ti­gen. Zudem kann Goog­le Sug­gest  eben­falls Ideen lie­fern, wenn das Grund­ge­rüst schon steht, aber einem wei­te­re Infor­ma­tio­nen feh­len oder man eine neue Per­spek­ti­ve fin­den will. Pro­bier es ein­fach mal aus 🙂

Inspi­rie­ren las­sen, aber nicht kopie­ren: die Wett­be­werbs­ana­ly­se

Goog­le bie­tet einem die Mög­lich­keit, nach ande­ren Inhal­ten zu einem bestimm­ten The­ma aus­führ­lich recher­chie­ren zu kön­nen. So kannst du dich von ande­ren Arti­keln inspi­rie­ren las­sen oder aus­führ­li­cher in ein Unter­the­ma ein­stei­gen. Wich­tig ist jedoch, kei­ne Idee eins zu eins zu klau­en, gute Ideen kannst du über­neh­men, soll­test sie jedoch immer neu bzw. umschrei­ben: Copy Cats mag kei­ner.

Die Vor­tei­le eines Redak­ti­ons­plans

Der wohl größ­te Vor­teil eines Redak­ti­ons­plans ist, dass man damit eine sehr anschau­li­che Über­sicht über alle Postings und die Arbeits­schrit­te erhält. Auf einem Blick ist schnell sicht­bar, wel­che Postings schon fer­tig sind, wel­che zum Bei­spiel noch kor­ri­giert oder frei­ge­ge­ben wer­den müs­sen, oder wel­ches Pos­ting noch kom­plett am Anfang des Pro­zes­ses steht. Außer­dem behält man den Über­blick, vor allem wenn über meh­re­re Platt­for­men hin­weg gepos­tet wird. Nie­mals wird man sich mehr fra­gen müs­sen, habe ich das Pos­ting schon auf Face­book oder Goog­le My Busi­ness gepos­tet? Auf­grund der dazu ein­ge­tra­ge­nen Dead­lines wer­den alle Postings pünkt­lich fer­tig und kein To-do gerät in Ver­ges­sen­heit.

Durch die Pla­nung bringst du eine Sys­te­ma­tik in die eige­ne Kom­mu­ni­ka­ti­on. So kannst du jeden Monat bestimm­te, wie­der­keh­ren­de The­men­ka­te­go­rien plat­zie­ren. Zum Bei­spiel jeden Mon­tag einen Bei­trag pas­send zum Montagsblues/Start in die Woche, mitt­wochs Help Con­tent und frei­tags einen Bei­trag pas­send zum Wochen­en­de, zum Bei­spiel Tipps für die jewei­li­ge Stadt und was man auf kei­nen Fall ver­pas­sen soll­te. Natür­lich stellt man so auch sicher, dass man die rich­ti­ge Ziel­grup­pe erreicht und dass die Inhal­te zur Mar­ke pas­sen.

Außer­dem – wenn ihr wie wir – regel­mä­ßig eige­nen Con­tent wie Blog­ar­ti­kel pos­tet und die­sen über eure Social-Media-Kanä­le streut, macht es Sinn, im Vor­feld eine Art See­ding-Plan aus­ge­ar­bei­tet zu haben. Dadurch dass sich die Kanä­le in ihrem Zweck, Nut­zung und Zie­len unter­schei­den, müs­sen sie con­tent-mäßig auch anders “gefüt­tert” wer­den. Twit­ter ist zum Bei­spiel ein sehr schnell­le­bi­ger Kanal; der­sel­be Con­tent kann mit neu­em Text immer wie­der gepos­tet wer­den. Lin­kedIn und Xing wie­der­um funk­tio­nie­ren anders und hier schau­en sich die Fol­lower auch even­tu­ell mal das Unter­neh­mens­pro­fil an. Was hier selbst vor drei Mona­ten gepos­tet wur­de, ist immer noch aktu­ell und wird gese­hen.

Der See­ding-Plan soll­te dann auch Bestand­teil des Redak­ti­ons­plans sein, so dass die oben auf­ge­führ­te Sys­te­ma­tik auch hier­für zutrifft.

Miteinbezug des Seeding-Plans im Redaktionsplan

In einem Redak­ti­ons­plan kannst du auch jeder­zeit Trends und Ideen notie­ren und dir somit die krea­ti­ve Arbeit erleich­tern. Natür­lich lie­fert der Kun­de eben­falls Input zum Con­tent, jedoch scha­det Inspi­ra­ti­on nie. Min­des­tens ein­mal im Monat soll­te man sich sowie­so mit dem Kun­den zusam­men­set­zen und den Redak­ti­ons­plan für den kom­men­den Monat bespre­chen. So sind bei­de Sei­ten “on the same page“ und man muss sich nicht vor jedem Pos­ting die Frei­ga­be holen. Je nach Con­tent-For­mat benö­tigt man auch eine län­ge­re Vor­laufs­zeit: Ver­gleicht mal die “Pro­duk­ti­ons­dau­er“ für eine Gra­phik mit der eines Video …

Du hast die Mög­lich­keit, den Pro­zess zu ver­fol­gen und dei­nen Con­tent Schritt für Schritt zu pla­nen, vor­zu­be­rei­ten und ver­lierst wich­ti­ge Din­ge nicht aus den Augen. Nach einer Wei­le, wenn man genug Daten gesam­melt hat und man sieht, wel­cher Con­tent erfolg­reich ist, soll­te man die­se Infor­ma­tio­nen in die Pla­nung ein­flie­ßen las­sen. Natür­lich spie­len vie­le Fak­to­ren beim Erfolg eines Postings eine Rol­le, zum Bei­spiel das For­mat, die Uhr­zeit des Postings, der Tag des Postings und auch das Wet­ter. Wer von uns Nut­zern ist frei­tags nach­mit­tags bei 35 Grad und Son­nen­schein denn schon online oder nimmt sich die Zeit, ein Pos­ting zu kom­men­tie­ren, wenn man zum Fei­er­abend­bier­chen im Park mit Freun­den ver­ab­re­det ist? Ich nicht 😊

Vor allem wenn meh­re­re Per­so­nen an einem Pro­jekt arbei­ten, kann ein Redak­ti­ons­plan für Ord­nung und Struk­tur sor­gen. Egal ob in der Zusam­men­ar­beit mit ande­ren Kol­le­gen oder Kun­den, durch einen Redak­ti­ons­plan weiß jeder zu jeder Zeit an wel­chem Punkt der ande­re gera­de arbei­tet, ohne, dass man sich dabei im Weg ist. Alle tra­gen ihre Ergeb­nis­se dort ein und kön­nen auch die der ande­ren ein­se­hen. Dadurch erspart man sich auch vie­le Abgleich­ter­mi­ne und kann die Arbeits­zeit effek­ti­ver nut­zen. Und letzt­lich erleich­terst du beson­ders bei Urlaub- oder Krank­heits­ver­tre­tun­gen dei­nen Kol­le­gen viel Arbeit. Denn mit einem struk­tu­rier­ten Redak­ti­ons­plan sehen sie aus wie der Typ rechts im Bild ..

Ordnung & Struktur dank eines Redaktionsplans

Es gibt so viel mehr über Redak­ti­ons­plä­ne zu schrei­ben, dass ich noch wei­ter an die­sem Arti­kel schrei­ben wer­de. Schau also bald wie­der rein, wenn du mehr Infor­ma­tio­nen und Vor­la­gen über Redak­ti­ons­plä­ne erhal­ten willst. Soll­test du eine Fra­ge dazu haben, kannst du mir auch ger­ne eine E-Mail schrei­ben.