Was ist die inter­ne Ver­lin­kung?

Hyper­links sind Quer­ver­wei­se, die eine Web­sei­te mit einer ande­ren ver­bin­den. Es gibt drei Arten von Hyper­links:

  • Inter­ne Links ver­bin­den zwei Sei­ten inner­halb der­sel­ben Domain
  • Exter­ne Links ver­wei­sen von einer Web­site auf eine Web­sei­te einer ande­ren Domain
  • Backlinks ver­wei­sen von einer exter­nen Web­site auf eine Web­sei­te der eige­nen Domain

In die­sem Arti­kel beschäf­ti­gen wir uns nur mit der inter­nen Ver­lin­kung, denn gera­de im Bereich der Such­ma­schi­nen­op­ti­mie­rung gewinnt sie immer mehr an Rele­vanz.

Lan­ge wur­de eher auf exter­ne Links oder Backlinks geach­tet, wäh­rend die inter­ne Ver­lin­kung belä­chelt und nicht zu ernst genom­men wur­de. Zu Unrecht!

Gera­de bei der Onpage-Opti­mie­rung inner­halb der Such­ma­schi­nen­op­ti­mie­rung macht die Ana­ly­se und Ver­bes­se­rung der inter­nen Link­struk­tur wich­ti­gen Bestand­teil aus, den man nicht außer Acht las­sen soll­te!

Ein kur­zer Über­blick über die Inhal­te mei­nes Arti­kels: 

Über­sicht der all­ge­mei­nen Kate­go­ri­en von Links

Was bringt mir (und den Nut­zern) die inter­ne Ver­lin­kung

Wie funk­tio­niert die inter­ne Ver­lin­kung

Was bedeu­tet Link­juice

Was genau ist das Silo­ing-Ver­fah­ren

Die vie­len Vor­tei­le der inter­nen Ver­lin­kung zusam­men­ge­fasst

Best-Prac­tice-Tipps für eine gelun­ge­ne inter­ne Ver­lin­kung

Arten von Website-Links

Es gibt ver­schie­de­ne Arten von Links, die auf einer Web­sei­te plat­ziert wer­den kön­nen. Zum einen kann man aus der Haupt­na­vi­ga­ti­on her­aus­ver­lin­ken, sowie aus der Meta-Navi­ga­ti­on und aus dem Foo­ter – mehr dar­über in einem spä­te­ren Arti­kel. In die­sem Post kon­zen­trie­ren wir uns zunächst auf die Con­tent-Links.

Der Nut­zen von inter­nen Links für Nut­zer und den Goog­le-Bot

Was anfangs wich­tig zu wis­sen ist, ist, dass inter­ne Links den Nut­zern und dem Goog­le-Bot von Nut­zen sein soll­ten. Des­halb du des­halb zufäl­lig und unüber­leg­te gesetz­te Links ver­mei­den soll­test.

Man könn­te die Funk­ti­on der inter­nen Ver­lin­kung mit der Auf­ga­be eines Pfad­fin­ders ver­glei­chen, der den Weg durch den Wald weist. Durch die Mar­kie­run­gen setzt der Pfad­fin­der Hin­wei­se, wie sei­ne Grup­pe sich durch den Wald zu bewe­gen hat, sodass sie sich nicht ver­lau­fen (kann). So sorgt der Pfad­fin­der dafür, dass die Grup­pe auf die Umge­bung auf­merk­sam gemacht wird und ihr die Ori­en­tie­rung leich­ter fällt.

Wie auch der Pfad­fin­der, wei­sen inter­ne Links dem Nut­zer sowie auch dem Goog­le-Bot den Weg – den soge­nann­ten Klick­weg oder Klick­pfad – durch eine Web­site. Indem wir rele­van­te und sinn­vol­le Links set­zen, geben wir der Web­site eine Struk­tur und füh­ren den Bot (und Nut­zer) struk­tu­riert durch die Web­site.
Der Nut­zer erhält so Hin­wei­se für ergän­zen­de, wei­ter­füh­ren­de Sei­ten und zusätz­li­che Infor­ma­tio­nen, die er even­tu­ell nicht allein gefun­den hät­te. Wenn sich der Nut­zer auf der Sei­te gut zurecht­fin­det, bleibt er län­ger auf der Sei­te, was wie­der­rum zu eine gerin­ge­ren Absprung­ra­te und höhe­ren Ver­weil­dau­er führt, wovon unse­re Web­site nur pro­fi­tiert.

Wie funk­tio­niert die inter­ne Ver­lin­kung?

Gehen wir das Sze­na­rio ein­mal durch, wie der Klick­pfad für den Nut­zer abläuft und was man dabei beach­ten muss.

Neh­men wir mal an, dass unser inter­es­sier­ter Nut­zer durch ein opti­mier­tes Snip­pet mit Klick-Appeal auf unse­ren Web­site-Relaunch-Arti­kel gelangt, den er mit gro­ßem Inter­es­se zu lesen beginnt.
In einem Absatz ent­deckt er ein wei­te­res The­ma, dass ihn inter­es­sie­ren könn­te und wozu er sich wei­ter­bil­den möch­te. Opti­mal, dass wir genau das Key­word, das ihn inter­es­sie­ren könn­te, intern ver­linkt haben. Er klickt auf den Link und gelangt zum nächs­ten Arti­kel, in dem es um die Per­so­na-Metho­de geht.

Um den Nut­zer auf unse­rer Sei­te zu behal­ten, bie­ten wir ihm inner­halb des Arti­kels meh­re­re Mög­lich­kei­ten mit dem Arti­kel zu inter­agie­ren. Er kann sich zum Bei­spiel das Per­so­na-Tem­pla­te run­ter­la­den oder durch Sprung­mar­ken zu bestimm­ten The­men “sprin­gen“. Somit wird der Nut­zer qua­si durch die inter­ne Ver­lin­kung von Sei­te zu Sei­te navi­giert und fin­det immer mehr Anrei­ze, mit den Web­site-Inhal­ten zu inter­agie­ren.

Und, merkst du was? Der ein oder ande­re mag jetzt wohl nicht mehr anwe­send sein und befin­det sich gera­de auf der Web­site-Relaunch oder Per­so­na-Metho­de Sei­te, da wir ganz geschickt die Arti­kel in unse­rer Klick­pfad­be­schrei­bung ver­linkt haben. Falls du dich aber noch flei­ßig über die inter­ne Ver­lin­kung wei­ter­bil­dest, geht es hier jetzt wei­ter mit dem Blick hin­ter die Kulis­sen und wie die inter­ne Ver­lin­kung auf­ge­baut ist.

Ein Blick hin­ter die SEO-Kulis­sen – Wor­aus besteht die inter­ne Ver­lin­kung?

Die inter­ne Ver­lin­kung besteht aus:

Einer Unter­sei­te, auf die ver­linkt wird (auch Link-Ziel genannt)

Dem Link-Tit­le, den du als sinn­voll für Ziel­grup­pe und Bot erach­test

Dei­nem gesetz­ten Anker­text

Im Quell­code sieht das Gan­ze dann z. B. so aus:

<a href="https://www.netspirits.de/blog/personas-erstellen/" title="Personas erstel­len mit der Persona-Methode">Persona-Methode< /a>

Und ent­spricht die­sem Auf­bau: 

Der Aufbau der internen Verlinkung

Nor­ma­ler­wei­se bie­tet das Con­tent-Manage­ment-Sys­tem eurer Web­site die enst­pre­chen­den Fel­der für Anker­text, Link-Titel und Link-Ziel an.

Aufbau interne Verlinkung im CMS

Auf der Web­site sieht das Gan­ze dann so aus: 

Aufbau interne Verlinkung auf der Website

Ein Link-Tit­le möch­te ver­nünf­tig gesetzt wer­den.

Ein Link-Tit­le soll­te opti­mal und rele­vant gesetzt wer­den. Doch was unter­schei­det  den Link-Tit­le vom Anker­text?

Der Link-Tit­le wird als klei­nes Fens­ter­chen sicht­bar, wenn man mit der Mou­se über den Anker­text fährt. Da Goog­le die Link-Tit­le liest, soll­test du hier das Haupt-Key­word der Sei­te plat­zie­ren. Für den Nut­zer soll­te die­ses Haupt-Key­word jedoch in einen kur­zen Satz unter­ge­bracht wer­den, damit es auch anspre­chend auf den Nut­zer wirkt. Ver­lin­ken wir nun zum Bei­spiel das Wort Pfad­fin­der­wan­de­run­gen (Anker­text), dann wäre unser Link Tit­le zum Bei­spiel: “Pfad­fin­der­wan­de­run­gen in Köln (buchen)“.

Was ist ein Link-Anker­text?

Mit einem Anker­text oder “Anchor Text“ beschrei­ben wir die anklick­ba­ren Wor­te eines Tex­tes, die zu einem Link füh­ren. Die­se Wor­te kön­nen auch farb­lich mar­kiert sein.

Zum Bei­spiel: Auf unse­re Home­page fin­det ihr einen Teaser zu den Online-Mar­ke­ting-Work­shops, die wir anbie­ten. Wenn du zum Bei­spiel auf das Wort “Klick hier“ kli­cken wür­dest, wür­dest du zu einer neu­en Sei­te gelan­gen und das “Klick hier“ wäre der Anker­text. Natür­lich soll­test du die­se Anker­tex­te inter­es­san­ter gestal­ten als “Klick hier“. Am bes­ten gesetzt ist dein Anker­text dann, wenn er den Inhalt der Link-Sei­te wie­der­gibt, also eine Art klei­ne Zusam­men­fas­sung für den Nut­zer lie­fert. Denn sei­en wir mal ganz ehr­lich, “Klick hier“ kann alles sein und bie­tet nicht wirk­lich viel Aus­kunft über die ver­link­te Sei­te.

Link­juice, Link­saft, Lin­k­lie­be und was es damit auf sich hat

Link-Juice-Verteilung

Link­juice hilft dir dabei, dass dei­ne Sei­te von Goog­le als posi­tiv und ver­trau­ens­wür­dig bewer­tet wird, was sich auf die ver­link­ten Unter­sei­ten aus­wirkt. Denn Link­juice ver­erbt Ver­trau­en und Auto­ri­tät von Goog­le in einem Link. Die Start­sei­te einer Domain erhält hier die meis­te Link­kraft und wird auf die Unter­sei­ten ver­teilt.

Somit hat die Start­sei­te 100 Pro­zent vom Link­juice. Bei 10 gesetz­ten Links erhält jede ver­link­te Sei­te 10 Pro­zent des Link­juice der Start­sei­te. Bei 20 Links erhält jede ver­link­te Sei­te 5 Pro­zent an Link­juice und so wei­ter. Dies gilt, wenn die Links gleich­mä­ßig ver­teilt sind.

Des­we­gen soll­test du dir über­le­gen, wie du ver­linkst. Zum Bei­spiel Sei­ten wie “Impres­sum“ und “Daten­schutz“ müs­sen aus SEO-Sicht nicht unbe­dingt intern ver­linkt wer­den und mit Link­kraft “auf­ge­la­den“ wer­den, aus recht­li­cher Sicht müs­sen Sie aber natür­lich für den Nut­zer zugäng­lich sein und wer­den oft ein­fach nur im Foo­ter ver­linkt.

Fokus­sier dich auf rele­van­te Unter­sei­ten mit gutem Traf­fic und ver­schüt­te dei­nen Link­juice nicht, indem du Links auf Sei­ten mit dem Attri­but “no-fol­low" setzt. Denn “sculp­ting“ (= bestimm­te Links einer Web­sei­te wer­den auf "no-fol­low" gesetzt mit dem Ziel, ande­re Links auf­zu­wer­ten) ist ein SEO-Mythos, der mehr­fach von Goog­le demen­tiert wur­de. Setzt du inter­ne Links näm­lich auf no-fol­low, ver­schüt­test du nur wert­vol­len Link­saft, da er nicht auf die ande­ren Sei­ten ver­teilt wird.

Lei­der kann man lei­der nicht her­aus­fin­den, wie hoch die Link­kraft einer Sei­te ist. Wenn ein Link jedoch oft ange­klickt wird, sagt das Goog­le, dass der Arti­kel oder die Sei­te wich­tig zu sein scheint.

Das Silo­ing-Ver­fah­ren: Eine schlaue Art, inter­ne Ver­lin­kun­gen für die Such­ma­schi­nen­op­ti­mie­rung zu nut­zen

Silo­ing was? Das Silo­ing-Ver­fah­ren klingt kom­pli­ziert, bedeu­tet aber eigent­lich nur, dass inter­ne Links nur inner­halb der Kate­go­rie bzw. des The­mas ver­linkt wer­den. Man bil­det also über meh­re­re Unter­sei­ten hin­weg Silos, was nichts ande­res als The­men­schwer­punk­te bedeu­tet. Gera­de wer am Anfang einer neu­en Web­site steht, soll­te sich mit dem Silo­ing-Ver­fah­ren ver­traut machen.

Schon bei der Über­le­gung, wie man die Navi­ga­ti­ons­struk­tur einer Web­site auf­baut, kann mit Silo­ing ver­bun­den wer­den. Erstel­len wir dem­nach zum Bei­spiel eine Sei­te über Wald­wan­de­run­gen, ver­lin­ken wir unter die­sem Punkt natür­lich nur the­men­re­le­van­te Inhal­te.

Bei­spiel für ein The­men-Silo in der Ver­zeich­nis-Struk­tur:

domain.de/waldwanderungen/termine

domain.de/waldwanderungen/standorte

domain.de/waldwanderungen/verpflegung

Beispiel für das Siloing-Verfahren

Gibt es meh­re­re Kate­go­ri­en auf einer Web­site, so wird intern nie­mals zu unter­schied­li­chen Kategorien/Themen ver­linkt. Wür­den wir unter domain.de/waldwanderungen auf ein­mal völ­lig ande­re The­men ver­lin­ken, die the­ma­tisch nicht zum The­ma pas­sen, wür­de das den Nut­zer nicht durch unse­re Sei­te lei­ten son­dern eher ver­wir­ren und er wür­de schlimms­ten­falls absprin­gen. Die Absprung­ra­te wür­de stei­gen, was einen nega­ti­ven Ein­fluss auf die Ran­kings hat.

Die Vor­tei­le von inter­nen Ver­lin­kun­gen

Die Link­kraft von der Haupt­sei­te und ande­ren Unter­sei­ten wird bes­ser auf alle ande­ren Unter­sei­ten ver­teilt.

Such­ma­schi­nen und Nut­zer kön­nen Inhal­te leich­ter fin­den.

Inter­ne Links, Anker­tex­te und Link-Tit­le kön­nen von dir selbst bestimmt und gesetzt wer­den.

Sie die­nen als Navi­ga­ti­on durch die Web­site (Klick­pfad für Bot und Nut­zer).

Die schnel­le Boun­ce Rate der Sei­te wird redu­ziert.

Bes­ten­falls blei­ben die Nut­zer län­ger auf der Sei­te (sicht­bar bei Goog­le Ana­ly­tics, falls ein­ge­rich­tet).

Den Goog­le-Bots wird das Craw­len erleich­tert.

Du kannst Auf­for­de­run­gen und Ein­la­dun­gen, wie “Jetzt iPho­ne kau­fen“ ver­wen­den und den Nut­zer zum Klick moti­vie­ren.

Dos – Was soll­te man bei dem Ein­satz von inter­nen Ver­lin­kun­gen beach­ten?

Erstel­le aus­sa­ge­kräf­ti­ge und key­word-rei­che Anker­tex­te.

Mache den inter­nen Link für die Nut­zer erkenn­bar, indem du ihn farb­lich her­vor­hebst.

Goog­le kann die Link-Tit­le lesen, des­halb soll­ten sie pas­send gesetzt wer­den.

Plat­zie­re die inter­nen Links mög­lichst am Anfang des Con­tents.

Set­ze sinn­vol­le und für den Nut­zer inter­es­san­te Links.

Hal­te die Kon­kur­renz von Links auf einer Sei­te gering (z. B. nicht 100 Links auf einer Sei­te).

Don’ts – Was soll­te man bei dem Ein­satz von inter­nen Ver­lin­kun­gen ver­mei­den?

Ver­steck kei­ne Links, z. B. indem du wei­ße Schrift auf wei­ßen Grund ver­wen­dest. Goog­le straft dies ab.

Du soll­test kei­ne unpas­sen­den The­men mit­ein­an­der ver­lin­ken (das ver­är­gert nur Bot und Nut­zer).

Ver­lin­ke nicht mit Anker­tex­ten wie “hier“, son­dern nut­ze aus­sa­ge­kräf­ti­ge Anker­tex­te.

Gib unter­schied­li­chen Link-Zie­len nicht den den­sel­ben Anker­text.

Ver­mei­de inter­ne "no-fol­low" Links, denn sonst “fließt“ der Link­juice raus und ver­teilt sich nicht auf die ande­ren Sei­ten.

Ach­te dar­auf, dass dei­ne gesetz­ten Links nicht auf feh­ler­haf­te Sei­ten wei­ter­ge­lei­tet wer­den, wie z. B. 404-Sei­ten und 302-Wei­ter­lei­tun­gen, denn das ist nicht nur ärger­lich für den Nut­zer, son­dern bewirkt zudem noch, dass kein Link­juice wei­ter­ge­ge­ben wird.

Es gibt noch vie­le wei­te­re span­nen­de Din­ge zu der inter­nen Ver­lin­kung.

Also klickt doch ger­ne bald mal wie­der rein, wenn ihr noch mehr Tipps und Tricks zur inter­nen Ver­lin­kung erhal­ten wollt!

In die­sem Post erklä­re ich euch Whats­App-Mar­ke­ting, Mari­na berich­tet über die Goog­le Ads Updates aus 2018 und sonst könnt ihr in unse­rem Blog erfah­ren, wie die Opti­mie­rung von Snip­pets funk­tio­niert.

PS: Ja, das oben sind alles inter­ne Links, mit denen wir ver­su­chen, euch auf unse­rer Web­site zu hal­ten 🙂