You­Tube ist die zweit­größ­te Such­ma­schi­ne der Welt – ein Eldo­ra­do für Wer­be­trei­ben­de, denn You­Tube-Wer­bung erreicht Nut­zer mit Video-Spots und die Macht des Bewegt­bilds ken­nen wir alle.

Aller­ding sind die ver­schie­de­nen Wer­be­mög­lich­kei­ten auf You­Tube ein biss­chen unüber­sicht­lich. Goog­le ent­wi­ckelt stän­dig neue Anzei­gen­for­ma­te: inter­es­sant für uns Wer­be­trei­ben­de, aller­dings ist You­Tube-Wer­bung noch "work in pro­gress" – sozu­sa­gen.

Ein Über­blick über die unter­schied­li­chen You­Tube-Wer­be­mög­lich­kei­ten und ihre Vor­zü­ge.

Die Klas­si­ker: InStream und Video Dis­co­very

Wer schon mal Wer­bung bei You­Tube geschal­tet hat, kennt wahr­schein­lich die For­ma­te InStream und Video Dis­co­very. Es sind die Klas­si­ker der You­Tube-Wer­bung, die sich seit Jah­ren im Wesent­li­chen nicht ver­än­dert haben. Bis auf eine Umbe­nen­nung: Die Dis­co­very-Anzei­ge hieß bis vor ein paar Jah­ren noch “In-Dis­play“.

Abbil­dung: Bei­spiel für das You­Tube-Anzei­gen­for­mat InStream

Abbil­dung: Bei­spiel für das You­Tube-Anzei­gen­for­mat Video Dis­co­very

InStream-Anzei­gen sind die Wer­be­spots, die nach fünf Sekun­den über­sprun­gen wer­den kön­nen.
Die Video-Dis­co­very-Anzei­gen sind klick­ba­re Such­an­zei­gen, die in der You­Tube-Ergeb­nis­lis­te bzw. in der Spal­te “Nächs­tes Video“ neben dem Video-Play­er erschei­nen.

Bei­de For­ma­te las­sen sich über das klas­si­sche Auk­ti­ons­ver­fah­ren “Cost per View” (CPV) oder über CPM (Cost-per-1000-Impres­si­ons) abrech­nen. Wird das CPV-Modell für InStream-Anzei­gen ange­wen­det, fal­len erst Kos­ten an, wenn ein User das Wer­be­mit­tel kom­plett bzw. min­des­tens 30 Sekun­den lang ange­se­hen hat.

Die Unüber­spring­ba­ren: Bum­per Ads

Seit 2016 gibt es die Bum­per Ads. Dabei han­delt es sich um maxi­mal sechs Sekun­den lan­ge, nicht über­spring­ba­re Spots. Das For­mat bie­tet sich für Adver­ti­ser an, die in der Lage sind, ihre Bot­schaft sehr kurz und kna­ckig zu prä­sen­tie­ren.
Bum­per Ads kön­nen allei­ne ein­ge­setzt wer­den, wer­den jedoch häu­fig für eine noch grö­ße­re Wir­kung mit ande­ren For­ma­ten kom­bi­niert oder als Remar­ke­ting-Ele­ment ein­ge­setzt.

Für Bum­per-Anzei­gen steht aus­schließ­lich das Abrech­nungs­mo­dell CPM zur Ver­fü­gung.

Abbil­dung: Bei­spiel für das You­Tube-Anzei­gen­for­mat Bum­per Ad

Die neu­en Per­for­mer: True­View for Action

Mit den True­View-for-Action-Anzei­gen eta­bliert Goog­le ein For­mat, das stär­ker auf direk­te Per­for­mance aus­ge­rich­tet ist. Es zeich­net sich vor allem dadurch aus, dass auf­fäl­li­ge Call to Action Over­lays und frei for­mu­lier­ba­re Anzei­gen­ti­tel ent­hal­ten sind. Durch die Inte­gra­ti­on die­ser klick­ba­ren Ele­men­te kön­nen User noch deut­li­cher zum Klick bezie­hungs­wei­se der Inter­ak­ti­on mit der Anzei­ge auf­ge­for­dert wer­den. Dies soll zu einer deut­li­chen Stei­ge­rung der gewünsch­ten Per­for­mance-Aktio­nen füh­ren (Sale, Lead etc.).

True­View-for-Action-Anzei­gen kön­nen – ähn­lich wie die klas­si­schen InStream-Anzei­gen – nach fünf Sekun­den über­sprun­gen wer­den.

Abge­rech­net wird in die­sem Fall auf Cost-per-Acqui­si­ti­on-Basis (CPA). Wer bis­her kei­ne Erfah­rungs­wer­te in punc­to CPA für Video- bzw. Dis­play-Kam­pa­gnen vor­wei­sen kann, dem emp­fiehlt Goog­le zum Start der Kam­pa­gne mit dem zwei­fa­chen CPA der Such­kam­pa­gnen zu begin­nen.

Abbil­dung: Bei­spiel für das You­Tube-Anzei­gen­for­mat True­View for Action

Die mobi­len Reich­wei­ten­brin­ger: Out­Stream-Anzei­gen

Out­Stream-Anzei­gen sind spe­zi­ell für Mobil­ge­rä­te ent­wi­ckelt wor­den, die bekann­ter­ma­ßen die reich­wei­ten­stärks­ten End­ge­rä­te mit den höchs­ten Wachs­tums­ra­ten sind. Vor­ran­gi­ges Ziel die­ses Anzei­gen­for­mats ist die schnel­le Bekannt­heits­stei­ge­rung des Adver­ti­sers durch pass­ge­naue und reich­wei­ten­star­ke mobi­le Aus­lie­fe­rung.

Out­Stream-Anzei­gen hin­ge­gen bedie­nen sich eben­falls an dem mitt­ler­wei­le für Dis­play- und Video-Kam­pa­gnen typi­schen Abrech­nungs­mo­dell CPM.
Fai­rer­wei­se wer­tet Goog­le Ads eine Impres­si­on in die­sem Fall erst dann, wenn min­des­tens 50 Pro­zent der Anzei­ge für min­des­tens zwei Sekun­den auf dem End­ge­rät des Users sicht­bar sind. Out­Stream-Anzei­gen wer­den aus­schließ­lich auf Part­ner-Web­sites und -Apps prä­sen­tiert. Dadurch wer­den die­se Anzei­gen eher als Ban­ner statt als Video-Anzei­gen wahr­ge­nom­men.

Abbil­dung: Bei­spiel für das You­Tube-Anzei­gen­for­mat Out­Stream

Fazit

You­Tube bie­tet also für fast alle Adver­ti­sing Cases geeig­ne­te For­ma­te. Die­se und ihre Eigen­ar­ten zu ken­nen, ist eine wich­ti­ge Grund­la­ge. Wie gut die Wer­bung auf You­Tube tat­säch­lich funk­tio­niert, hängt von vie­len wei­te­ren Fak­to­ren ab: der Krea­ti­on, der klu­gen Inte­gra­ti­on der You­Tube-Wer­bung in die Gesamt­stra­te­gie und vor allem dem rich­ti­gen Tar­ge­ting, also der Aus­spie­lung der Ads an die rich­ti­gen Ziel­grup­pen.

Zu letz­te­rem Punkt haben wir das brand­ak­tu­el­le White­pa­per “Mehr als die hal­be Mie­te: Tar­ge­ting im You­Tube-Mar­ke­ting” erstellt und stel­len es dir zum Down­load bereit.

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